Foto: Schaeffler

Hybridfahrzeuge

Schaeffler: Reparaturkit für 48V-Hybride

Auch die neueste Technik lebt nicht ewig: Noch bevor die 48V Hybride zum Werkstattalltag gehören, bietet Schaeffler bereits ein Reparaturkit an.

Als erster Anbieter im Ersatzteilmarkt bietet Schaeffler Automotive Aftermarket eine Reparaturlösung für den Nebenaggregatetrieb (engl. Front End Auxiliary Drive, kurz FEAD) von Hybridfahrzeugen mit 48-Volt an. Das „48-Volt INA FEAD KIT“ ist ab sofort für den Renault Scénic und Mégane dCi 110 Hybrid Assist erhältlich. Zu den Hauptkomponenten gehören der Keilrippenriemen, Spann- und Umlenkrollen sowie alle notwendigen Zubehörteile. Weitere Fahrzeuganwendungen sind im Laufe des Jahres geplant.

Eine zentrale Rolle auf dem Weg zu weiter sinkenden Emissionen übernimmt dabei die 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Hierbei werden Anlasser und Lichtmaschine durch einen Riemenstarter-Generator, kurz RSG, ersetzt. Ausgerüstet mit RSG und einer 48-Volt-Batterie kann das Fahrzeug mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor „segeln“ und dadurch im Straßenverkehr bis zu sieben Prozent CO2-Emissionen sparen. Beim Anfahren erhöht der Riemenstarter-Generator zusätzlich mit der so genannten „Boostfunktion“ unverzüglich das Antriebsdrehmoment und sorgt so für mehr Dynamik und Komfort.

Keine Revolution, sondern Evolution der Fahrzeugarchitektur

Werkstätten müssen sich zunächst auf eine Übergangszeit einstellen, denn der Wechsel zur E-Mobilität wird sich nicht von einem Tag auf den anderen vollziehen. „Wir verstehen die Erweiterung des Fahrzeugs um einen elektrischen Antrieb zunächst als Evolution in der Fahrzeugarchitektur. Die Prozesse bei Diagnose und Reparatur werden sich verändern, aber zweifelsohne können auch freie Werkstätten Hybrid- und Elektrofahrzeuge reparieren. Wichtig ist, dass sie die Veränderungen im Markt annehmen, in Zukunftslösungen investieren und sich weiterbilden“, sagt Rouven Daniel, Leiter Antriebssysteme und verantwortlich für das Thema E-Mobilität bei Schaeffler Automotive Aftermarket.

Unabhängig von der Antriebsart ist das Ersatzteilgeschäft etwa fünf Jahre nachgelagert. Dies gilt ebenso für Hybrid- wie auch für reine Elektrofahrzeuge. Für beide Antriebsarten zusammen erwartet Schaeffler, dass der relevante Fahrzeuganteil im Ersatzteilmarkt – also Fahrzeuge, die älter als fünf Jahre sind – global in den kommenden Jahren bei weniger als fünf Prozent liegt, bei gleichzeitig steigendem Fuhrpark weltweit. Grundlage hierfür ist das „30-40-30-Szenario“ von Schaeffler, dass bis zum Jahr 2030 30 Prozent reine Elektrofahrzeuge, 40 Prozent Hybride und 30 Prozent reine Verbrenner prognostiziert. „Von daher erwarten wir für die nächsten Jahre keine Revolution, sondern eher eine Evolution. Mit unserem Portfolio sind wir dafür bestens als Partner für unsere Handelskunden und Werkstätten gerüstet“, so Daniel.