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Foto: Capelec
Einige Ausrüster wie Capelec und Mahle sind offenbar in Vorleistung gegangen und haben nicht auf die behördliche Spezifikation gewartet: So präsentierte Capelec beispielsweise den Partikelzähler Cap3070 PN, der auf der ExtDC-Technologie (Extended Diffusion Charging) fußt (im Bild).

Abgasuntersuchung

Partikelzähler nehmen weitere Hürde

Das zuständige Metrologie-Institut PTB hat die Gerätespezifikation veröffentlicht. Damit haben die Werkstattausrüster Planungssicherheit und können Messinstrumente vermarkten.

Der Trübungswert als Messgrundlage bei der AU bekommt ab 2023 in Deutschland Konkurrenz. So nahm die künftig für neue Fahrzeuge heranzuziehende Partikelzählung laut ASA-Bundesverband kürzlich eine wichtige Hürde: Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) hat die Spezifikation für entsprechende Geräte veröffentlicht (PTB-A 12.16) und somit die formale Voraussetzung hinsichtlich der periodischen Abgasuntersuchung (AU) bei Pkw und Nutzfahrzeugen mit Dieselantrieb erfüllt. Hintergrund: Die PTB gibt als nationales Metrologie-Institut Anforderungen zu technischen Spezifikationen sowie Verwendungspflichten für Messgeräte vor.

Mit der Veröffentlichung der AU-Richtlinie, der Kalibrierrichtlinie in den Verkehrsblättern 08/2021 Nr. 86 sowie 11/2021 Nr.133 wurde die gesetzliche Grundlage für die Einführung des Partikelzählverfahrens geschaffen (wir berichteten). Der Werkstattausrüster-Verband war beim Gesetzgebungsprozess sowie der Lösungsfindung in Bezug auf die praktische Ausgestaltung involviert. Bei der Umsetzung der Richtlinien gab es Schwierigkeiten. Wir erinnern uns: Eigentlich sollte die Partikelzählung bereits Anfang des Jahres als Messtechnologie starten.

Regelmäßige Treffen der Beteiligten

„Zuletzt trafen sich am 18. Juni in einem vom ASA-Fachbereich Diagnose und Abgasmessgeräte einberufenen Meeting 50 Experten aus den Bereichen Kalibrierlabore, Gerätehersteller, DAkks, PTB, ZDK, BMVI, Eichbehörden und Gutachter“, heißt es in der ASA-Meldung. Ziel des Expertentreffens war der direkte Austausch der Beteiligten, um offene Themen der PN-Messung (Abkürzung des engl. Begriffs „particle number“) zu identifizieren und zu lösen. Diese projektbezogene Abarbeitung unter Einbindung aller Projektbeteiligten habe sich den Aussagen zufolge auch schon bei anderen nationalen und europäischen Vorhaben zur Verbesserung von Sicherheits- und Umweltstandards im Straßenverkehr bewährt: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Steuerung trägt gemäß Harald Hahn, Vorsitzender des Fachbereichs Diagnose und Abgasmessgeräte, dazu bei, frühzeitig kritische Pfade zu erkennen und gemeinsam praxisnahe Lösungen zu erarbeiten.

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