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Foto: Volvo Cars
Die Touchscreens in neuen Modellen Volvo XC90 und S90 scheinen äußerst sensibel zu sein – bereits Tropfen könnten zu Fehlauslösungen führen.

Hersteller muss nachbessern

Volvo: Empfindlicher Touchscreen löst Rückruf aus

Das Bediendisplay könnte Tropfen als permanente Berührung fehlinterpretieren. Dies könnte im schlechtesten Fall dafür sorgen, dass die Vordersitze im XC90 und S90 während der Fahrt unerwünscht die Position wechseln.

Mit besonders sensiblen Touchscreens scheinen die Volvo-Baureihen XC90 (Modelljahre 2016 bis 2020) und die Langversion des S90 (2018 – 2020) ausgestattet zu sein. Denn schon ein Tropfen Flüssigkeit auf dem Bediendisplay in der Mittelkonsole könnte ausreichen, um vom System als permanente Berührung interpretiert zu werden. Das sich daraus ergebende Gefahrenpotenzial ist zwar gering, aber groß genug, um eine Rückrufaktion zu starten.

Unangenehme Folgen könnten nämlich dann drohen, wenn Fahrer oder Beifahrer während der Fahrt die elektrische Sitzverstellung bedienen. In diesem Fall öffnet sich automatisch auch das entsprechende Menü auf dem Touchscreen. Ein Risiko bestünde, wenn sich Tropfen genau auf den Stellen befinden, auf denen die Einstellungen des Fahrersitzes vorgenommen werden können. Denn eine Sitzlehne, die sich wie von Geisterhand bis in die Endstellung nach hinten bewegt, dürfte insbesondere bei einer Autobahnfahrt nur für mäßige Begeisterung beim Piloten sorgen.

Die Aktion mit dem internen Herstellercode "R10093" ist laut einem Sprecher der Volvo Car Germany GmbH hierzulande für 1.151 Fahrzeuge vorgesehen. Eine Abhilfemaßnahme steht allerdings noch nicht fest. Fürs Erste muss betroffenen Haltern also das Mitführen eines Tuches genügen. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)