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Neben diverser BMW-Baureihen ist der Rolls-Royce Spectre vom aktuellen Rückruf betroffen. Für den Austausch des Bremsmoduls setzt der Hersteller rund 3,5 Stunden an.
Foto: Rolls-Royce
Neben diverser BMW-Baureihen ist der Rolls-Royce Spectre vom aktuellen Rückruf betroffen. Für den Austausch des Bremsmoduls setzt der Hersteller rund 3,5 Stunden an.

Bremsmodul-Austausch erforderlich

Rückrufaktion für rund 47.000 BMW und Rolls-Royce in Deutschland

Für diverse Baureihen steht eine über dreistündige Reparatur an. Die nötigen Ersatzteile sind derzeit aber Mangelware.

Die BMW Group hat eine Rückrufaktion für bestimmte Modelle gestartet, die zwischen Juni 2022 und Januar 2024 produziert wurden. Konkret geht es um den X1, X5, X6, X7, XM, 2er Active Tourer, 5er Limousine, 7er Limousine und den Rolls-Royce Spectre. Bei rund 47.000 Autos in Deutschland könne es zu Signalstörungen in der Elektronik des Bremssystems kommen, erklärte ein Konzernsprecher auf Nachfrage.

"Dadurch kann sich in sehr seltenen Fällen die erforderliche Betätigungskraft der Bremse erhöhen. Darüber hinaus stehen weitere Bremsregelfunktionen, wie z.B. ABS und DSC nicht zur Verfügung", sagte der Sprecher. Der Fahrer werde bei Auftreten dieser Signalstörung durch Aufleuchten der Bremswarnlampen im Cockpit und durch die Anzeige einer Meldung auf dem zentralen Bildschirm informiert, versicherte er. Das Fahrzeug sei weiterhin beherrschbar und es könne gebremst werden.

Die Abhilfemaßnahme besteht im Austausch des Bremsmoduls, wofür ca. 3,5 Stunden eingeplant sind. Die Abarbeitung habe zwar bereits begonnen, allerdings stünde derzeit keine ausreichende Anzahl an Ersatzteilen zur Verfügung, so der Sprecher. "Die BMW Group arbeitet mit Hochdruck an der Bereitstellung der Teile". Die Kunden würden derzeit über diesen Umstand informiert und bei Verfügbarkeit von Ersatzteilen noch einmal kontaktiert. Weltweit betrifft der Rückruf mit dem internen Aktionscode "0034670200" offenbar über 370.000 Fahrzeuge. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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