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Liqui-Moly-Geschäftsführer Dr. Uli Weller (links) und Günter Hiermaier setzen weiter auf Expansion.
Foto: Liqui Moly
Liqui-Moly-Geschäftsführer Dr. Uli Weller (links) und Günter Hiermaier setzen weiter auf Expansion.

Rekordumsatz

Liqui Moly auf dem Weg zur Milliarde

Der deutsche Motoröl- und Additivproduzent Liqui Moly ist zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr: Der Umsatz stieg um knapp 15 Prozent auf 917 Mio. Euro. Der Ausbau des internationalen Geschäfts soll für weiteres Wachstum sorgen.

Ursprünglich hatte Günter Hiermaier, Geschäftsführer des Ulmer Schmierstoff- und Additivspezialisten Liqui Moly, sich vorgenommen, bis zum Jahr 2025 die Milliardenmarke beim Umsatz zu knacken. „So wie es aussieht, schaffen wir das ein Jahr früher“, gibt sich Hiermaier selbstbewusst. Das abgelaufende Geschäftsjahr war für das Unternehmen ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Der Umsatz stieg um knapp 15 Prozent auf die neue Rekordmarke von 917 Millionen Euro.

Auch Dr. Uli Weller, der seit einem Jahr ebenfalls Geschäftsführer des Ulmer Unternehmens ist, zieht unterm Strich eine positive Bilanz für 2023, veweist aber auf die schwierigen Rahmenbedingungen: „Uns treffen Energiepreise, Logistikkosten und Inflation hart. Wir können und wollen die gestiegenen Kosten nicht 1:1 auf unsere Kunden umlegen. Auf dem größten Anteil der Preissteigerungen bleiben wir sitzen. Da hilft nur einsparen, wo es niemandem wehtut sowie mehr verkaufen und das weltweit.“

Erweiterung der Kapazitäten

Das gelingt Liqui Moly augenscheinlich weiterhin gut, wie die gestiegenen Produktions- und Absatzmengen zeigen. „Wir haben bei der Additivherstellung unsere Kapazitätsgrenze erreicht. Mehr als 18,5 Mio. Dosen gingen in Ulm vom Band“, erklärt Günter Hiermaier. Entlastung bringe hier die jüngste Erweiterung der Produktion. Im Jahr 2024 sei eine Steigerung auf 22 Mio. Dosen geplant.

Auch die Ölherstellung in Saarlouis lief fast am Limit. „Millioneninvestitionen helfen uns, die Produktionsmengen zu erhöhen“, berichtet Dr. Weller. Das Ölwerk in Saarlouis habe im Jahr 2023 mit gut 94.000 Tonnen Schmierstoffen über neun Prozent mehr produziert als 2022. Motoröle machten den größten Anteil aus, gefolgt von Getriebeölen. „Unsere Abfüllanlagen für Kleingebinde kommen bei diesen Mengen an ihre Kapazitätsgrenze. Hier haben wir ordentlich investiert, um den Mengenausstoß zu erhöhen“, so Dr. Weller.

Generell sei die gesamte Kapazitätsgrenze des Ölwerks in Sicht. Diese liege bei 120.000 Tonnen jährlich. „Bei konstantem Wachstum hätten wir unsere Obergrenze in drei Jahren erreicht, würden wir nicht weiter in den Standort investieren“, berichtet Dr. Weller weiter.

Weitere Internationalisierung

Insgesamt stehen die Weichen des Schmierstoffspezialisten weiterhin auf Wachstumskurs. Hiermaier: „Wir halten an unserer Internationalisierung fest und stärken unsere Tochtergesellschaften im Ausland.  Wir wollen international das vorantreiben, was uns in Deutschland stark gemacht hat. Und das ist unser exzellenter persönlicher Service.“

Wo immer nötig, werde dafür das Personal aufgestockt. So seien im Jahr 2023 rund 50 Stellen geschaffen worden, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Den „Mitunternehmerinnen und Mitunternehmern“, wie Beschäftigte bei Liqui Moly traditionell genannt werden, soll es nach Angaben des Unternehmens möglichst gut gehen. Neben der Einführung flexibler Arbeitszeiten und des – wo möglich – mobilen Arbeitens wurden zusätzliche finanzielle Zuwendungen für alle 1.100 Beschäftigten umgesetzt. „Wir haben 3.000 Euro Inflationsausgleich gezahlt und den Tarifvertrag freiwillig umgesetzt. Zugleich beteiligen wir alle Kolleginnen und Kollegen mit weiteren bis zu 3.000 Euro an unserem Gewinn. Auch das ist gute Sitte bei uns“, freut sich Günter Hiermaier.

Wo die Reise hingehen soll, sei den beiden Geschäftsführern klar. „Wir wachsen weiter. Die Milliarde ist nicht das Limit. Wir haben die zweite Milliarde fest im Blick“, geben sich beide selbstbewusst. Dazu soll das Exportgeschäft ausgebaut werden. Weitere Themen sind seien die weitere Digitalisierung, eine stärkere Kundenbindung sowie Produktinnovationen in allen Bereichen – E-Fahrzeuge inbegriffen. Letzteres sei vor allem für den europäischen Markt wichtig. „Der Absatz an Motorölen und Additiven wird aller Voraussicht nach in den nächsten beiden Jahrzehnten innerhalb der EU rückläufig sein. International spielt die E-Mobilität eine Nebenrolle. Dennoch wollen wir als Marke in der EU stark sein, weshalb wir unser bestehendes Sortiment für Elektro- und Hybridfahrzeuge weiterentwickeln werden“, berichtet Dr. Uli Weller.

Bei allen Vorhaben genieße das Unternehmen die volle Rückendeckung des Mutterkonzerns Würth. „Wir agieren nach wie vor eigenständig. Die Konzernführung vertraut und bestärkt uns in unserem Weg“, versichert Hiermaier.

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