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Batterieherstellung

Bosch und CATL kooperieren

Batterien sind die Schlüsseltechnik auf dem Weg zur E-Mobilität. Da sich in Deutschland bislang kein Hersteller zur Großserienproduktion durchgerungen hat, geht Bosch nun eine Kooperation mit Weltmarktgröße CATL ein.

Bosch definiert dabei die Anforderungen an die Batterien und deren Gestaltung, nach denen CATL anschließend die Konzeption, Entwicklung und vor allem die Fertigung der Zellen übernimmt. Bosch will vor allem sein System-Knowhow in die Kooperation miteinbringen, etwa aus dem Bereich Batteriemanagement. „Wir müssen Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs

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Mobility Solutions.

CATL errichtet aktuell eine Fabrik zur Fertigung von Batteriezellen in Erfurt, von wo aus man den deutschen und europäischen Markt mit Zellen beliefern will, um teure und lange Transportwege zu vermeiden. Für Bosch ist die Kooperation laut eigener Aussage ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktführerschaft in der Elektromobilität. Die Antriebssysteme des Traditionsherstellers kommen schon jetzt bei zahlreichen Autoherstellern zum Einsatz – vor allem die Technik für Hybride steht hoch im Kurs.

2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund um den Globus bereits fast 20 Prozent der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System mit der entsprechenden Batterie an Bord haben. Besonders in Europa und China steigt der Bedarf an 48-Volt-Systemen. Hybridfahrzeuge, die eine im Alltag akzeptable elektrische Reichweite aufweisen, helfen den Herstellern die CO2-Ziele der EU einzuhalten, ohne den Kostenrahmen der Fahrzeuge zu sprengen oder auf Verbrennungsmotoren verzichten zu müssen – was letztlich die aktuellen Kundenwünsche widerspiegelt. Die Fertigung von 48V Batterien für Hybridfahrzeuge ist bereits Ende letzten Jahres im chinesischen Wuxi angelaufen. Dort baut man eine kompakte und passiv gekühlte 48V Batterie, die die Hersteller besonders einfach integrieren können, da sie nicht in den Kühlkreislauf der Fahrzeuge eingebunden werden muss.