Image
Over-The-Air-Updates_Golf_8.jpeg
Foto: Volkswagen
Over-The-Air-Updates im Volkswagen Golf 8.

Fahrzeughersteller

ADAC fordert mehr Sicherheit und Transparenz bei Updates

Over-The-Air-Updates sparen so manchen Werkstattbesuch. Laut dem Automobilclub seien die Systeme jedoch anfällig für Angriffe und wenig transparent.

Moderne Pkw, Verbrenner wie Elektroautos, verfügen meist über eine Internetanbindung per Mobilfunk. Diese ermöglicht den Herstellern das Einspielen neuer Software, auch Update Over The Air (OTA) genannt. Das dient einerseits der Fehlerbehebung, ermöglicht andererseits aber auch neue Funktionen. Der Automobilclub ADAC bemängelt bei den Systemen die oftmals fehlende Transparenz.

Hersteller können Rückrufe umgehen

Der Automobilclub kritisiert, dass Updates und deren Inhalte ohne Kenntnis des Fahrers möglich seien und fordert transparente Information sowie eine Wahlmöglichkeit nach dem Opt-in- und Opt-out-Verfahren. Bedenklich sei laut dem Automobilclub auch, dass die Hersteller offizielle Rückrufe durch das stille Übertragen von Softwareupdates gerade bei sicherheitsrelevanten Angelegenheiten umgehen könnten.

Verpflichtung zu Lifetime-Updates

Da Autos im Schnitt zehn bis 15 Jahre in Betrieb blieben, fordert der Club die Verpflichtung zu kostenlosen Updates über die gesamte Laufzeit. OTA könne prinzipiell auch ein Einfallstor für Kriminelle sein, die per Mobilfunk Zugriff auf ein fremdes Auto nehmen könnten. Deshalb fordert der ADAC, die Elektronik im Auto systematisch gegen Manipulation zu schützen und plädiert für die international anerkannte Common-Criteria-Methode, die unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) betreut.

Zusatzausstattungen per Smartphone-Verbindung

Über Mobilfunk können Zusatzausstattungen auch nachträglich freigeschaltet werden, sofern die Hardware ab Werk bereits eingebaut ist. Digitalradio oder die Navigationsfunktion können so auch nach dem Fahrzeugkauf gegen Aufpreis freigeschaltet werden. Bei vielen laufenden Baureihen lassen sich – je nach Modell – zum Beispiel nachträglich Matrixlicht,  Fernlicht- und Park-Assistenten, sowie die Navigation oder ein Smartphone-Interface, gegen Gebühr freischalten. (deg)

Image
Für den Zugang zu wichtigen Reparaturinformationen benötigen Werkstätten zukünftig ein SERMA-Zertifikat. 

Zugang zu RMI-Daten

SERMA startet am 1. April 2024

Ein einfaches Login reicht zukünftig nicht mehr aus. Für den Zugriff auf sicherheitsrelevante Reparatur- und Wartungsinformationen brauchen Werkstätten zukünftig ein elektronisches Zertifikat. Ab dem 15. Februar können Betriebe sich anmelden.

    • Diagnose, Fahrzeughersteller, Organisationen und Verbände
Image
ADAC_Konnektivitaet_Test_01.jpeg

Elektronik + Digitalisierung

ADAC testet Mittelklasse-Konnektivität

Der Automobilclub ADAC testet gemeinsam mit der Zeitschrift „connect“ und dem Beratungsunternehmen „umlaut“ sieben Plug-in-Hybride.

    • Elektronik + Digitalisierung
Image

Fahrzeugdiagnose

WOW knackt FCA-Firewall

Autobauer verschlüsseln aus Schutz vor Hackern zunehmend die OBD-Schnittstelle. Der Diagnosespezialist WOW stellt freien Werkstätten eine Zugangsberechtigung in Aussicht. Die Entwicklung erfolgt in Kooperation mit Fiat.

    • Diagnosegeräte, Software, Werkstatt-Ausrüstung
Image
Die Mehrmarkendiagnose Esitronic bekommt Anfang des kommenden Jahres ein großes Update – und einen neuen Namen

Bosch Diagnose

Aus Esitronic 2.0 wird Esitronic Evolution

Für seine Mehrmarkendiagnose Esitronic ist Bosch bekannt. Mit dem aktuellen Update 2024/1 kommen nicht nur zahlreiche neue Funktionen, auch der Name ändert sich.

    • Diagnosegeräte