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Foto: Martin Schachtner
ZKF und CIVD wollen Herausforderungen wie den Fachkräftemangel im Bereich Technik künftig verstärkt gemeinsam angehen.

Neuer Ausbildungszweig

Spezialisten für Reisemobile

ZKF und der Caravaningverband CIVD schaffen Spezialangebot für Reisemobiltechniker. Gemeinsam arbeiten die Verbände gegen den Fachkräftemangel.

Die Reisemobilbranche boomt: Insgesamt führt das Kraftfahrt-Bundesamt laut dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) 1,3 Millionen zugelassene Freizeitfahrzeuge in seinem Register. Darauf wiesen ZKF und der Caravaning Industrie Verband (CIVD) in einer Mitteilung hin. Nur folgerichtig, dass beide Verbände eine dritte Fachrichtung im Ausbildungsberuf „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in“ planen. Die neue Spezialisierung soll den Namen „Caravan- und Reisemobiltechnik“ bekommen. Ein „Meilenstein für die Caravaningbranche“ laut den Initiatoren – schließlich würden die Verbände damit den wachsenden Anforderungen und dem gestiegenen Bedarf an qualifiziertem Personal in der Branche gerecht, hieß es. Pro Jahr werden Schätzungen zufolge 300 Auszubildende bei den Herstellern sowie Händlern und Servicebetrieben benötigt.

Die neue Ausbildung muss teils neue Schwerpunkte setzen: Anders als im Pkw- oder Lkw-Bereich braucht es beispielsweise zur Produktion, Reparatur und Wartung eines Wohnmobils oder Wohnwagens Kenntnisse im Bereich Sanitäranlagen und Flüssiggas. Darüber hinaus kommen im Wohnaufbau von Freizeitfahrzeugen Materialien wie Holz und glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) zum Einsatz, mit denen Kfz-Mechatroniker teils Neuland betreten. „Nicht nur wird die Technik der Fahrzeuge immer komplexer, auch unsere Kunden werden anspruchsvoller hinsichtlich Service und Wartezeiten auf Werkstatttermine“, ließ CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso wissen. Der CIVD mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Interessenvertretung des industriellen Zweigs der deutschen Caravaningbranche.

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Foto: ZKF
Startschuss für die Zusammenarbeit (v. l.): Tim Rüttgers (Referent Technik und Umwelt beim CIVD), Daniel Onggowinarso (CIVD-Geschäftsführer), Thomas Aukamm (ZKF-Hauptgeschäftsführer), Robert Ziegler (Referatsleiter Berufsbildung und Nachwuchsförderung im ZKF)

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Das Kfz-Gewerbe bildet aktuell mehr als 93.000 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. 

Ausbildung im Kfz-Gewerbe

Deutlich mehr Auszubildende, aber Fachkräfte fehlen 

Vom Fachkräftemangel ist auch das Kfz-Gewerbe betroffen. Die Autohäuser und Werkstätten sorgen aber selbst dafür, dass sich die Situation verbessert. So starteten im vergangenen Jahr gut 23.500 junge Menschen ihre Ausbildung zum bzw. zur „Kfz-Mechatroniker/in“.

    • Aus- und Weiterbildung, Organisationen und Verbände
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Organisationen und Verbände

ZKF: Fachkräftemangel spitzt sich zu

Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) beklagt in seinem neuen Branchenbericht den Fachkräftemangel. Der Verband sieht darin die größte Herausforderung für die Branche.

    • Organisationen und Verbände
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Mit der neu geschaffenen Fachrichtung „Caravan- und Reisemobiltechnik“ will der Caravaning Industrie Verband dem Fachkräftemangel in der Branche begegnen. 

 Ausbildung

„Ein Meilenstein für die Caravaning-Branche“

In Deutschland sind mittlerweile fast 1,6 Mio. Freizeitfahrzeuge zugelassen. Doch es gibt nicht genügend Spezialisten für deren Reparatur. Das soll sich mit der neu geschaffenen Fachrichtung „Caravan- und Reisemobiltechnik“ im Karosseriehandwerk nun ändern.

    • Aus- und Weiterbildung
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Zu Beginn der Ausbildung geht es um die Grundlagen wie die Metallverarbeitung. Später kommen Themen wie E-Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung hinzu, die eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe sehr attraktiv machen.

Berufsbildung

Deutlich mehr Auszubildende im Kfz-Gewerbe 

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Kfz-Gewerbe ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Der ZDK sieht in einer starken Ausbildung ein gutes Mittel gegen den Fachkräftemangel.

    • Aus- und Weiterbildung, Organisationen und Verbände