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Foto: Iveco

Nachbehandlung beim Iveco-Service

Rückrufe: Zweimal der Daily

Eine der Aktionen für den Kleintransporter betrifft laut Herstellersprecher nur Wohnmobile. Hier besteht Kurzschluss- und damit Brandgefahr. Die andere Maßnahme dreht sich um das Airbagsystem.

Ein Sprecher von CNH Industrial, dem Mutterkonzern von Iveco, hat auf Anfrage zwei Rückrufe für den Daily bestätigt. So benötigen weltweit 11.589 Exemplare des Modelljahres 2019 ein Softwareupdate, weil das rote Kontrolllicht auf der Instrumententafel bei einer Störung des Airbagsystems nicht aufleuchten könnte. Die Aktion mit dem internen Code "20T" ist in Deutschland für etwas über 2.700 Transporter vorgesehen.

Deutlich mehr betroffene Fahrzeuge in Deutschland, dafür weniger weltweit sind es beim zweiten Rückruf für den Daily. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet im Zusammenhang mit der Maßnahme "8T2" hierzulande 5.624 betroffene Halter. Weltweit erhalten 9.395 eine Einladung in die Vertragswerkstatt. Die Behörde warnt vor erhöhter Brandgefahr. Es bestehe die Möglichkeit eines Wassereintritts in die Verkabelung bei extremen Wetterbedingungen bzw. Reinigung mit Hochdruckreiniger, ergänzte der Sprecher.

Seinen Worten zufolge sind von dem Problem nur Wohnmobile betroffen. Sie stammen laut KBA aus einem sehr langen Produktionsfenster, das vom 28. Juni 1999 bis zum 27. Dezember 2013 reicht. Die Abhilfemaßnahme besteht in einer "Verbesserung des Schaltplans der elektrischen Anlage", so der Sprecher. Die Reparaturdauer sei abhängig vom Aufbau und liege zwischen einer und vier Stunden. Fragen zum Ablauf der Aktion beantwortet die Hotline unter der Telefonnummer 0731/4085419. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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