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Zurück aus der Insolvenz

Nussbaum bleibt bestehen

Nach der Insolvenz des Hebetechnik-Spezialisten im April gibt es jetzt gute Nachrichten: Laut Insolvenzverwalter, geht der Geschäftsbetrieb weiter.

Bei der Otto Nußbaum GmbH & Co. KG geht es weiter und die Firma bleibt in Familienhand: Wie der Insolvenzverwalter Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun erklärte, übernimmt die neu gegründete und von der Familie Nussbaum geführte Nussbaum Custom Lifts GmbH den Geschäftsbetrieb des insolventen Hebebühnen-Herstellers (wir berichteten). Die Einigung trat am 1. Juli in Kraft. Den Angaben zufolge gehen alle rund 220 Beschäftigten auf die neue Gesellschaft über. Auch die Produktionsstandorte in Kehl bleiben erhalten.

"Damit ist es gelungen, das Unternehmen und 220 Arbeitsplätze für die Region zu erhalten. Ich denke, das ist ein gutes Ergebnis in einer schwierigen Phase der deutschen Wirtschaftsentwicklung", kommentierte Dirk Pehl die Einigung. Das traditionsreiche Familienunternehmen, das 1943 als kleine Schlosserei in Kehl begann, gilt heute als einer der Marktführer für Hebebühnentechnik weltweit, hieß es. Nussbaum war wegen der Aufwendungen für einen seit 2014 andauernden Restrukturierungsprozesses, hohen Tilgungslasten, einem Nachfrageeinbruch sowie den Auswirkungen der Pandemie in wirtschaftliche Schieflage geraten.

Geschäftsführer Steffen Nußbaum: "Wir freuen uns sehr, dass dieser wichtige Unternehmensteil der Familie erhalten bleibt und wieder ohne Insolvenzverfahren am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen kann." Als gewissenhafter Arbeitgeber freue er sich, keinen Mitarbeiter zurücklassen zu müssen. "Jetzt geht es darum, den Blick nach vorne zu richten und die gesamte Nussbaum-Gruppe in eine gute Zukunft zu führen", erklärte der Manager.

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Hebetechnik

Nussbaum stellt Insolvenzantrag

Die Corona-Krise kam für den Hebetechnik-Spezialisten zur Unzeit: Restrukturierung, hohe Tilgungslast und der aktuelle Nachfrageeinbruch führen zur Zahlungsunfähigkeit von Nussbaum.

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Insolvenz

ATP auf Sanierungskurs

Der Autoteilehändler hatte im März Insolvenz angemeldet, Seither ließ sich der Geschäftsbetrieb stabilisieren – allerdings haben 154 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

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Teilegroßhandel

Karl Rücker Kfz-Teile stellt Insolvenzantrag

Die Karl Rücker Kfz-Teile GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Heilbronn den Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb in allen Verkaufsfilialen in Crailsheim, Eppingen und Schwäbisch Hall läuft bis auf Weiteres ohne Einschränkungen weiter.

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Umsatzrückgang

Halberg-Guss Leipzig stellt Betrieb endgültig ein

Die traditionsreichen Gusswerke Leipzig stellen Ende des Monats die Produktion für immer ein. Nachdem im vergangenen Jahr der Streit zwischen der Preventgruppe und VW eskalierte, sorgte nun der coronabedingte Absatzrückgang dazu, dass auch der letzte Investor abgesprungen ist.