Image
Foto: Kamei

Fahrzeugzubehör

Kamei: Insolvenzverfahren eröffnet

Die zuständige Kanzlei BBL Brockdorff sieht den Dachbox-Spezialisten trotzdem auf gutem Weg. Die Auftragslage ist bis März 2024 gut. Das Insolvenzverfahren begann Anfang Dezember.

Im August erstmals angekündigt wurde Anfang Dezember das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kamei GmbH und Co. KG in Wolfsburg eröffnet. Einer aktuellen Mitteilung der beteiligten Sozietät BBL Brockdorff zufolge kann der Betrieb dennoch fortgesetzt werden. Dem Insolvenzverwalter Justus von Buchwaldt und seinem Team-Kollegen Nikolas Otto sei es gelungen, nach Verhandlungen mit dem Großkunden VW einen Auftrag für eine gesamte Jahresproduktion zu vereinbaren. „Wir sind sehr froh, dass wir diesen Auftrag bekommen haben, damit ist der Betrieb Stand heute bis Ende März 2024 voll ausgelastet und wir können alle 42 Mitarbeiter weiterbeschäftigen,“ erklärt von Buchwaldt.

Aktuell laufen Gespräche mit zwei potenziellen Erwerbern des Unternehmens, an deren erfolgreichem Ende eine „übertragende Sanierung in Form eines Asset Deals“ stehen könnten, heißt es von Seiten der BBL Brockdorff. Die Kaufvertragsverhandlungen sollen im Dezember abgeschlossen sein und eine Übernahme ist zum April 2024 geplant. Die Kamei-Geschäftsführung hatte am 16. August 2023 einen Insolvenzantrag gestellt und das zuständige Amtsgericht Wolfsburg bestellte Justus von Buchwaldt zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft.

Zuletzt erzielte das Unternehmen mit 42 Mitarbeitern rund sechs Millionen Euro Umsatz – größter Kunde ist Volkswagen. Gründe für die Schieflage nach Angaben von BBL: gestiegene Materialkosten infolge des Krieges in der Ukraine, Verzögerungen bei der Einführung eines neuen Produktes sowie schleppende Preisverhandlungen mit den Automobilherstellern. Der Wolfsburger Familienbetrieb in dritter Generation wurde 1952 von Karl Meier gegründet, einem ehemaligen Konstrukteur für Innenausstattung bei VW. Derzeit werde die vierte Generation in den Familienbetrieb eingearbeitet, ist der Mitteilung zu entnehmen. Im Jahr 1955 brachte der Firmengründer die erste „flatterfreie Schutzhülle mit Gepäckträger“ auf den Markt und schaffte so den Vorgänger der heutigen Dachbox. 

TIPP: Sie interessieren sich für Neuigkeiten, Trends und Entwicklungen der Kfz-Zubehörbranche? Der amz.de-Newsletter informiert Sie zweimal wöchentlich. Jetzt gleich anmelden!

Image
aufmacher-sortimo-drehregal.jpeg

Fahrzeugeinrichtungen

Werkstatt an Bord

Auf nur wenigen Quadratmetern eine nahezu vollwertige Werkstatt unterzubringen, ist eine Kunst, die nur wenige Anbieter von Fahrzeugeinrichtungen beherrschen. Bott, Sortimo und Würth verstehen ihr Handwerk.

    • Nutzfahrzeuge, Transportbox, Transporter
Image
Die Wurzeln von Sortimo reichen in das Jahr 1973 zurück.

Fahrzeugausbau

Jubiläum: Halbes Jahrhundert Sortimo

Sortimo wird 50. Das Jubiläum haben die Schwaben jetzt am Stammsitz Zusmarshausen gefeiert. Und zugleich eine Kooperation mit Berner verkündet.

    • Nutzfahrzeuge, Transportbox, Transporter
Image
Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Kölner Autoteilehändler noch Pläne für ein neues Verwaltungs- und ein neues Logistikgebäude.

Autoteilehandel

Hess rutscht in die Insolvenz

Das Teilehandelshaus hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vergangene Woche gestellt. Den Angaben zufolge gerieten die Kölner durch schwächere Umsätze und eine angespannte Liquiditätssituation in Schieflage.

    • Teilegroßhandel
Image
Bis Ende des Jahres sollen 90 Werkstatt-Vans für den mobilen Ford-Transporter-Service im Einsatz sein.

Nutzfahrzeug-Service

Liive und mobile Vans: Ford stärkt Transporter-Service

Grundsätzlich sind Ford Liive und der mobile Service der Kölner bekannt. Jetzt starten die Angebote in Deutschland aber richtig durch.

    • Transporter