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Foto: ProMotor

Neuzulassungen

Nur noch jeder fünfte Neuwagen ein Diesel

Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland ist im Juni erneut gestiegen, liegt allerdings noch immer deutlich unter den Werten aus der Vor-Corona-Zeit. Hinsichtlich der Antriebsarten verschieben sich die Verhältnisse mittlerweile deutlich.

Genau 274.152 Neuwagen sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes im Juni neu zugelassen worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 24,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2021 wurden damit insgesamt 1.39 Mio. Autos auf den Markt gebracht. Das sind 14,9 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2020, aber nach wie vor deutlich weniger als vor der Corona-Pandemie. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 wurden 1,85 Millionen Pkw erstmals für den Straßenverkehr zugelassen

Bei den deutschen Marken verzeichnete Smart im Juni mit 211,6 Prozent den größten Zuwachs, gefolgt von Opel (+69,3 %) und VW (+46,1 %). Zweistellige Zulassungssteigerungen zeigten sich auch bei Audi (+29,0 %) und BMW (+20,9 %), Porsche legte um 9,1 Prozent zu. Rückgänge verzeichneten hingegen Ford (-27,1 %) und Mercedes-Benz (-19,3 %). Den größten Neuzulassungsanteil verbuchte auch im Juni Volkswagen mit 20,8 Prozent.

Bei den Importmarken erreichten Tesla (+431,0 %) und Suzuki (+210,0 %) im vergangegen Monat die höchsten Zulassungssteigerungen. Ein Zulassungsplus von mehr als 50 Prozent erreichten auch Alfa Romeo (+88,6 %), Hyundai (+81,5 %), Seat (+62,2 %), Kia (+60,2 %), Mazda (+59,0 %) und Toyota (+51,0 %). Zweistellige Einbußen gab es hingegen bei Honda (-30,4 %), Mitsubishi (-21,3 %), Volvo (-20,8 %) und Jaguar (-13,7 %). Mit 5,6 Prozent Marktanteil und 12,5 Prozent mehr Zulassungen blieb Skoda die erfolgreichste Importmarke. Dahinter liegen Seat (5,3 % Marktanteil / +62,6 % bei den Neuzulassungen) und Renault (3,8 % / -2,2 %).

Starke Nachfrage nach E-Autos

Hinsichtlich der Motorisierung verschieben sich die Verhältnisse mittlereile deutlich: Während die Nachfrage nach Verbrenner nachlässt, legen die alternativen Antriebsarten weiterhin deutlich zu. Im Juni wurden 33.400 neue batterieelektrische Fahrzeuge (plus 311,6 Prozent gegenüber Juni 2020) und 76.600 Hybrid-Pkw (plus 153,1 Prozent) zugelassen. Gleichzeitig ist der Anteil von Benzinern um 4,6 Prozent und von Dieseln um 18,8 Prozent zurückgegangen. Damit war nicht einmal mehr jedes fünfte neu zugelassene Fahrzeug ein Diesel. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging über alle Antriebsarten um 19 Prozent zurück und lag im Juni bei 121,7 g/km.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gab es mit 631.000 Besitzumschreibungen gab es im Juni 2021 einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat (minus 1,2 Prozent). Von Januar bis Juni war aber ein Zuwachs von 5,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2020 auf 3,37 Millionen zu verzeichnen. Privatkunden greifen wegen der Problematik mangelnder Halbleiter-Zulieferungen immer noch verstärkt auf Gebrauchtwagen, Händler- und Tageszulassungen zurück. (jg/ampnet)

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