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Bilanz 22. Februar 2023

Erneut Rekordjahr für Kärcher

Der Reinigungsspezialist setzte 2022 über 3,1 Milliarden Euro um. Fortschreiben will Kärcher den Erfolg mit Finanzierungslösungen und einer Kampagne in eigener Sache.

Der Scheuersaugroboter Kira B 5 soll helfen, die guten Geschäfte fortzuschreiben. Bei Bedarf bietet Kärcher auch Finanzierungslösungen für das eigene Portfolio.
Der Scheuersaugroboter Kira B 5 soll helfen, die guten Geschäfte fortzuschreiben. Bei Bedarf bietet Kärcher auch Finanzierungslösungen für das eigene Portfolio.

Kärcher konnte sich im Jahr 2022 nochmals leicht steigern: Der Umsatz lag mit 3,161 Milliarden Euro um 2,2 Prozent höher als im vorangegangenen Rekordjahr. Zur Kärcher-Gruppe gehören weltweit mehr als 15.330 Beschäftigte in 150 Firmen und 80 Ländern. „In stürmischen Zeiten Kurs zu halten, ist nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen“, zeigt sich Hartmut Jenner zufrieden. Der Vorsitzende des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG denkt bei den aktuellen Schwierigkeiten unter anderem an „Störungen in der Lieferkette, steigende Material- und Energiepreise, Inflation und Auswirkungen des Ukrainekrieges“

B2B-Geschäft wächst

Während in der Corona-Pandemie das Endkundensegment die schwächere Nachfrage im Professional-Bereich ausgeglichen hatte, war 2022 eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten: Die sinkende Konsumbereitschaft bei den Privatkunden wurde durch einen höheren Absatz im gewerblich-industriellen Bereich kompensiert, heißt es in der Mitteilung. Die Entwicklung soll fortgeschrieben werden: Für den Professional-Bereich kündigt Kärcher die autonom arbeitende Scheuersaugmaschine Kira B 50 an. Zudem stehen Digitalisierungstools für die Gebäudereinigung in der Pipeline.

Auch von neuen Finanzierungslösungen versprechen sich die Schwaben Impulse : So habe man jüngst die Kärcher Financial Solutions GmbH gegründet und biete neben dem bereits bekannten Mietangebot auch Geräteleasing sowie „Pay-per-Use“-Modelle an, heißt es aus Winnenden. Auch bei der Infrastruktur geht es voran: Im laufenden Jahr soll das Servicecenter in Ahorn und das erweiterte Hochregallager im Logistikzentrum Obersontheim startklar sein.

„WOW“-Effekt

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Im Fokus steht außerdem eine neue Kampagne zur Steigerung der Arbeitgebermarke: Unter dem Motto „Wanna WOW with us?“ sollen neue Talente angesprochen und gezeigt werden, wofür Kärcher steht: „Wir wollen dieses Jahr weiter wachsen, wofür wir allein in Deutschland mehr als 300 neue Mitarbeitende suchen“, sagt Hartmut Jenner. (mas)

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