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Der EQS muss in die Werkstatt 
Foto: Daimler AG
Der EQS muss in die Werkstatt 

Mercedes-Rückruf

Manueller Notruf funktioniert nicht

EQS, C- und S-Klasse benötigen ein halbstündiges Softwareupdate, da sonst keine Sprachverbindung zur Rettungszentrale erfolgen könnte. Die automatische Notruffunktion ist laut Hersteller nicht betroffen.

Ein Problem mit der manuellen Notruffunktion in der Dachbedieneinheit hat einen Rückruf für diverse Mercedes-Baureihen ausgelöst. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind davon rund 600 Exemplare der C-Klasse (Baureihe 206) betroffen, davon ein Großteil in Deutschland. Ein Sprecher der Pkw-Konzernsparte nannte auf Anfrage allerdings zusätzlich auch die S-Klasse (BR 223) und den EQS (BR 297). Alle Fahrzeuge stammen aus dem Produktionszeitraum Oktober 2020 bis August 2021.

Eine Betätigung der SOS-Taste könne vom Kommunikationsmodul u.U. nicht erkannt werden, erklärte der Sprecher. "In diesem Fall würden keine Sprachverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut und keine Fahrzeugdaten übertragen werden. Rettungskräfte könnten in diesem Fall nicht zum Fahrzeug geführt werden". Die automatische Notruffunktion sei nicht betroffen, betonte er.

Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für die Aktualisierung der Software der Dachbedieneinheit soll etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Der interne Herstellercode für die Maßnahme lautet "5496314".

Niko Ganzer

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