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Der Sportwagenhersteller Porsche und Siemens Energy errichten derzeit gemeinsam mit einer Reihe von internationalen Unternehmen in Chile die weltweit erste integrierte kommerzielle Anlage zur Herstellung von e-Fuel. Die Computer-Simulation zeigt schon die fertige Anlage. 
Foto: Simulation: Porsche
Der Sportwagenhersteller Porsche und Siemens Energy errichten derzeit gemeinsam mit einer Reihe von internationalen Unternehmen in Chile die weltweit erste integrierte kommerzielle Anlage zur Herstellung von E-Fuel. Die Computer-Simulation zeigt schon die fertige Anlage. 

Alternativer Kraftstoff

ZDK setzt auf E-Fuels

Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) können einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten. Auch der ZDK macht sich für die CO2-neutrale Alternative zu herkömmlichen Energieträgern stark. Um das Thema zu fördern, ist der Verband jetzt der „eFuel Alliance“ beigetreten.

Die eFuel Alliance e.V. ist eine Interessensgemeinschaft, die sich für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien einsetzt. Die gut 170 Mitgliedesunternehmen repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette der E-Fuel Produktion. Mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat die eFuel Alliance jetzt einen weiteren wichtigen und einflussreichen Partner gewonnen, um die Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien voranzutreiben. Der ZDK vertritt die berufsständischen Interessen von 36.570 Autohäusern und Kfz-Meisterbetrieben mit 435.000 Beschäftigten. Weitere 3.200 Karosserie-, Fahrzeugbau- und Lackier-Fachbetriebe mit rund 40.000 Mitarbeitern, die im Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbautechnik e.V. (ZKF) organisiert sind, kommen hinzu. 

„Wenn wir die Klimaziele im Straßenverkehr erreichen wollen, muss der Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in die Strategie zur CO2-Minderung einbezogen werden. Weltweit sind das aktuell rund 1,4 Milliarden Pkw, davon in Deutschland rund 46 Millionen. Sie ließen sich mit klimaneutral hergestellten E-Fuels betreiben, auch als Beimischung zu Benzin- oder Dieselkraftstoff“, sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Er weist darauf hin, dass die Politik hier bald für Klarheit sorgen muss: „Um synthetischen Kraftstoff schon bald verfügbar zu haben, bedarf es des politischen Willens, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen: mit starken Anreizen, aber insbesondere auch mit Planungssicherheit für Investoren, um Anlagen für die Herstellung dieser Kraftstoffe errichten zu können. Dafür setzen wir uns mit den Partnern in der eFuel Alliance nachdrücklich ein." 

Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance, freut sich, mit dem ZDK einen starken Verband im Kampf für einen klimaneutralen Verkehr an der Seite zu haben. „Synthetische Flüssigkraftstoffe sind eine ausgezeichnete Alternative zu konventionellen Kraftstoffen und damit hervorragend geeignet, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor entscheidend und kostengünstig zu reduzieren. Hinzu kommt, dass der russische Krieg mit der Ukraine sehr deutlich macht, dass wir in unserer Energieversorgung sicherer, unabhängiger und kostengünstiger werden müssen. Dazu sind E-Fuels unverzichtbar. Je eher die politischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, desto früher kommen wir diesen gemeinsamen Zielen näher.“

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Corona-Pandemie

ZDK: Irrfahrt durch die Inzidenzzonen geht weiter 

In deutlichen Worten kritisiert Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) den aktuellen Änderungsentwurf des Infektionsschutzgesetzes. Der Verband fordert weitere Öffnungsschritte für den Autohandel mit Schnelltests und digitaler Kontaktnachverfolgung.

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Kraftstoff

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