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Der Ora Funky Cat war 2021 auf der IAA zu sehen
Foto: SP-X/Mario Hommen
Der Ora Funky Cat war 2021 auf der IAA zu sehen

Chinesischer OEM

Great Wall Motor startet in Deutschland – mit SUV und Kompaktwagen

Die Zahl der chinesischen Automarken in Deutschland wächst weiter. Noch in diesem Jahr will der Great-Wall-Konzern mit zwei Modellen hierzulande durchstarten. Viel Know-How des Konzerns kommt aus Europa.

Der chinesische Autokonzern Great Wall hat seinen Vertriebspartner für Deutschland gefunden. Ab dem vierten Quartal wird die Emil Frey Gruppe Fahrzeuge der Marken Ora und Wey anbieten. Die schweizerische Autohandelsgruppe verfügt hierzulande über knapp 100 Standorte, an denen Pkw diverser Marken vertrieben werden. Zum ist sie offizieller Mitsubishi-Importeur für Deutschland.

Dabei stammt viel Know-How des Konzerns aus Deutschland und Europa. Neben deutschen Maschinen für die Herstellung von Getriebeteilen oder Lackierstraßen sind es auch Topmanager aus Europa, die dem chinesischem Konzern bei seinem Aufstieg geholfen haben und wichtiges Organisationswissen von ihren früheren Arbeitgebern mitbringen.

Starten wollen die Chinesen mit dem Ora Funky Cat, einem 4,24 Meter langen Elektro-Kompaktwagen im auffälligen Rundaugen-Design, der es auf eine elektrische Reichweite von rund 300 Kilometern bringen dürfte. Formal vergleichsweise traditionell tritt das zweite Modell auf, das Kompakt-SUV Coffee 01 von Wey, der Premium-Marke im Great-Wall-Konzern. Der Plug-in-Hybrid im Format eines Audi Q5 war 2021 bereits auf der IAA in München zu sehen. Besonderheit ist die große elektrische Normreichweite von rund 150 Kilometern.

Great Wall Motor hatte bereits 2012 erstmals versucht, in Europa Fuß zu fassen. Die Montage eines Pick-ups in Bulgarien endete aber bereits mangels Kundenzuspruch bereits 2016 wieder. Beim zweiten Versuch setzt der erste private Automobilhersteller der Volksrepublik nun auf E-Mobilität. Preise für beide Modelle sind nicht bekannt, sie dürften sich aber unterhalb der direkten Konkurrenten einordnen. Außer mit Modellen unter eigenen Marken wird Great Wall künftig aber auch als Entwicklungs- und Produktionspartner von BMW-Tochter Mini auf Europas Straßen vertreten sein.

Holger Holzer/SP-X/sib

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