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Foto: Bosch
Bosch bleibt Nummer eins unter den Zulieferern weltweit.

Die größten Zulieferer

Gold und Bronze gehen nach Deutschland

Die deutschen Automobilzulieferer Bosch, Continental und ZF bleiben weltweit spitze. Die Herausforderer kommen aus dem Fernen Osten.

Wäre das Zulieferer-Ranking der Unternehmensberatung Berylls ein sportlicher Wettbewerb wie die derzeit in Tokio ausgetragenen Olympischen Spiele, ständen zwei deutsche Unternehmen auf dem Treppchen. Eines müsste sich mit dem natürlich ebenfalls bemerkenswerten vierten Platz begnügen: Bosch bleibt in der aktuellen Auswertung der größte Automobilzulieferer der Welt. Im Ranking landeten die Stuttgarter 2020 in Sachen Umsatz vor Denso und Continental. ZF belegte Rang vier, Magna kam auf den fünften Platz. Auffällig ist nach Ansicht der Experten die wachsende Bedeutung der chinesischen Unternehmen: Mit Weichai Power auf Position zehn landete erstmals ein Zulieferer aus dem Reich der Mitte in den Top 10. Insgesamt finden sich unter den 100 umsatzstärksten Zulieferern elf Chinesen, darunter der Zell- und Batteriehersteller CATL sowie der Antriebssystem-Anbieter China Fast Gear.

Die chinesischen Unternehmen sowie auch andere Konzerne mit starkem Asien-Geschäft profitierten dabei von der im Coronajahr früh anziehenden Konjunktur vor Ort. Insgesamt war 2020 aber kein gutes Jahr für die Branche, die Umsätze der 100 größten Zulieferer lag um 12,7 Prozent unter Vorjahresniveau. Nur acht Unternehmen konnten ihre Umsätze steigern – darunter vor allem Vertreter aus dem Bereich E-Mobilität.

Auch in Zukunft dürften Batterien, E-Motoren und Co. Wachstumstreiber sein, so die Studie. Einige Zulieferer passten daher bereits ihre Strategien an: BorgWarner möchte durch Akquisitionen in diesem Bereich weiterwachsen, LG will sich auf Bauteile für Elektrofahrzeuge und künstliche Intelligenz konzentrieren und Infineon stärkt sein Kerngeschäft mit Halbleitern und weiteren Zukäufen. Auch deutsche Unternehmen wie Dräxlmeier, Webasto oder Elring-Klinger könnten vom E-Auto-Trend künftig stark profitieren. Alle drei treten heute bereits als Lieferanten für Batterietechnologie auf.  (Holger Holzer/SP-X/mas)

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