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Foto: Daimler AG
Mit der „Speed Delivery Door“ will Mercedes die Arbeit von Paketzustellern erleichtern 

Verkaufsstart im September

Sprinter mit Technik-Upgrade: 2-Liter-Diesel, 9G-Tronic, Allrad und „Speed Delivery Door“

Mit einem umfassenden Technik-Update überarbeitet Mercedes den Sprinter. Im Mittelpunkt steht der aus dem Pkw bekannte 2,0-Liter-Diesel OM 654. Zusammen mit der 9G-Tronic, einem neuen Allrad-System und einer „Zusteller-Tür“ wird der Sprinter aktualisiert.

2,0-Liter-Diesel OM 654 vier Leistungsstufen

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Foto: Daimler AG Mercedes-Benz Vierzylinder Diesel, OM 654 – die motornahe Abgasnachbehandlung macht den Motor sauber 

Nachdem der kraftvolle Vierzylinder-Diesel OM 654 im Sprinter bislang ausschließlich für den Kastenwagen und das Fahrgestell mit Hinterradantrieb erhältlich war, bietet Mercedes-Benz das Aggregat ab September als alleinigen Verbrennungsmotor für alle Versionen an, inklusive der neuen Allradvariante. Der nach der Schadstoffnorm Euro 6d eingestufte OM 654 ist – je nach gewählter Antriebs- und Karosserievariante – in bis zu vier Leistungsstufen mit 84 kW/114 PS, 110 kW/150 PS, 125 kW/170 PS und 140 kW/190 PS bestellbar.

9G-Tronic Automatikgetriebe ersetzt 7G-Tronic Plus

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Besonder als Tourer profitiert der Sprinter von dem neuen 9-Gang-Automatikgetriebe
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Die 9G-Tronic kam zunächst in der E-Klasse zum Einsatz, nun ist sie zum Einsatz im Sprinter freigegeben

Als weiteres ‚Carryover‘ aus dem aktuellen Pkw-Programm kombiniert den 2,0‑Liter‑Diesel mit dem komfortablen 9G‑Tronic Automatikgetriebe. Sie ersetzt die bislang verwendete 7-Gang-Automatik. Ihre neun Gänge halten die Motordrehzahlen in jeder Fahrsituation möglichst niedrig, wodurch der Kraftstoffverbrauch sowie das Vibrations- und Geräuschniveau sinken. Mit ‚Drive Select‘ und Schaltpaddles am Lenkrad kann der Fahrer manuell in das aktuelle Schaltprofil eingreifen. Unverändert im Programm bleibt die manuelle Schaltung mittels 6-Gang-Schaltgetriebe.

Traktionsstark auch abseits der Straße: Der neue Allradantrieb

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Der neue Mercedes-Benz Sprinter 4x4 ist sowohl mit Pritsche…
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…als auch als Kastenwagen zu haben. Das neue Allradsystem verteilt die Kraft abhängig von der Fahrsituation

Wie bisher ist der Sprinter nicht nur mir Vorder- und Hinterradantrieb bestellbar, sondern auch mit Allradantrieb – und das zum September mit einem völlig neuen System, ebenfalls in Teilen entlehnt aus dem aktuellen Baukasten der Mercedes-Benz Cars. Anders als beim zuschaltbaren Vorgängersystem, das im 4x4-Modus 35 Prozent des Drehmoments an die Vorder- und 65 Prozent an die Hinterachse leitete, kann dieses die Antriebsmomente situationsabhängig und ohne Zutun des Fahrers vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen (Torque-on-Demand). Für die Momentenverteilung sorgt eine in das Verteilergetriebe integrierte elektronisch geregelte Lamellenkupplung. Ist im normalen Fahrbetrieb die Lamellenkupplung offen, treibt ausschließlich die Hinterachse das Fahrzeug an. Bei geschlossener Kupplung kommt die Vorderachse ins Spiel. Das sorgt für eine hohe Traktion und souveränes Fahrverhalten. Weiterer Vorteil gegenüber dem vorherigen zuschaltbaren Allradantrieb: Zusätzlich zum höheren Komfort durch die automatische Momentenverteilung arbeitet das neue System deutlich leiser. Sobald die Fahrsituation es erfordert, wird der Antriebsmoment an die Vorderachse geleitet.

Der neue Sprinter 4x4 ist standardmäßig in Kombination mit dem 140 kW/190 PS starken OM 654 Motor und 9G-Tronic Automatikgetriebe erhältlich – und das bis zu einer Gewichtsklasse von 5,5 Tonnen zGG.

Speed Delivery Door erleichtert Arbeit von Paketboten

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Bei der „Speed-Delivery-Door“ handelt es sich um eine automatische, sensorgesteuerte Doppelschwingtür auf der Beifahrerseite
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Beide Hände am Paket – die Tür soll im Zustelleralltag viel Zeit sparen und den Ausstieg sicherer machen

Auch für die speziellen Anforderungen in der Zustell-Logistik hat Mercedes den Sprinter angepasst. So bietet ab September das innovative Schiebetürsystem ‚Speed Delivery Door‘ an. Hierbei handelt es sich um eine automatische, sensorgesteuerte Doppelschwingtür auf der Beifahrerseite, die auf Wunsch die seitliche Schiebetüre zum Laderaum ersetzt.

 Eine Lichtschranke erkennt den Fahrer, sobald dieser vom Fahrersitz aus den Laderaum betritt. Die Speed Delivery Door wird daraufhin automatisch entriegelt und geöffnet. Das spart Zeit und entlastet den Fahrer, denn dieser kann das Fahrzeug mit den Paketen in der Hand ohne weitere Handgriffe verlassen und die Tür schließt sich hinter ihm automatisch. Das Absetzen und erneute Anheben der Ware wie bei konventionellen Schiebetüren üblich entfällt. Eine automatische Verriegelung lässt sich als zusätzliche Option mitbestellen.

 Weiterer Vorteil für mehr Sicherheit: von innen ist die Speed Delivery Door durchsichtig. Der Fahrer hat deshalb vor dem Ausstieg Einsicht auf den Fußweg. Das Kollisionsrisiko mit Passanten, insbesondere Radfahrern, kann dadurch reduziert werden.