Foto: Hess Autoteile

Teilegroßhandel

Hess-Gruppe: Drei Marken unter einem Dach

Die Hess-Gruppe sieht sich nach der Übernahme von Schwenker und Jakobs sowie dem Einstieg in die Select AG gut für die Zukunft gerüstet. Mit der "Hess Automotive GmbH" gibt es eine neue Dachgesellschaft. Ganz ohne Stellenstreichungen bleibt Neuorganisation allerdings nicht.

Nach den Worten von Philipp Hess, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hans Hess Autoteile GmbH, sei es das erklärte Ziel, in dem bestehenden Umfeld auch zukünftig eine handelnde Rolle einzunehmen. "In Zeiten, in denen der Automotive Aftermarket von einer anhaltenden Konsolidierung sowie der Bildung immer größerer Einheiten geprägt ist, wird mit dem eingeschlagenen Weg das Ziel verfolgt, sich als mittelständisches, familiengeführtes, dauerhaft lebensfähiges und stabiles Unternehmen zu positionieren. Es geht darum, die Zukunft des Unternehmens selbst bestimmen zu können und nicht zum gehandelten Objekt zu werden."

Schaffung effizienter Strukturen

Auf diesem Weg wird nun ein weiterer wichtiger Schritt aktiv angegangen. Mit Hess, Schwenker und Motoo werden zukünftig die drei Hauptmarken der Unternehmensgruppe unter einem gemeinsamen Dach gebündelt. So will sich Hess als hoch verfügbarer, regional gut organisierter und leistungsfähiger Teilegroßhändler in einem größer gewordenen Marktgebiet platzieren. Schwenker soll sich noch stärker als bisher der langjährigen Zusammenarbeit mit den Kundengruppen der freien Werkstätten und gebundenen Kfz-Betrieben in Deutschland sowie im Ausland widmen. Im Fokus steht dabei ein Teilesortiment in Originalqualität für Pkw mit den Markenschwerpunkten Porsche, Mercedes, BMW, Audi, VW, Opel und Ford.

Ergänzt werden die Aktivitäten im Teilehandel durch die Servicemarke Motoo. Das Werkstattsystem ist im gesamten Verbreitungsgebiet aktiv und soll zukünftig weiter expandieren. Zur weiteren Stärkung dieser Marke werden die Filialen von Jakobs unter dem Namen "MOTOO Jakobs" in erster Linie Endverbraucher bedienen.

Organisatorisch wird derzeit die Firma Schwenker mit Hans Hess Autoteile verschmolzen und dann zur Hess Automotive GmbH umfirmiert. Das neue Unternehmen wird an den heute bestehenden Standorten präsent sein. Um die Voraussetzungen für die strukturelle Zusammenführung der Firmen zu schaffen, wurden in den vergangenen Monaten diverse organisatorische, logistische und IT-technische Schritte eingeleitet worden.

Zusammenführung kostet Arbeitsplätze

Ein zentraler Aspekt bei allen Überlegungen und Maßnahmen sei für die Hess-Gruppe die hohe Verantwortung gegenüber der Belegschaft. "Es ist das erklärte Ziel, einer möglichst großen Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dauerhaft sichere Arbeitsplätze zu bieten und gemeinsam das Unternehmen und die drei Marken erfolgreich weiterzuentwickeln", heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt sind bei Hess Automotive derzeit 1.500 Menschen beschäftigt. Im Rahmen der Neuorganisation werde es sich jedoch nicht vermeiden lassen, dass bei Schwenker und bei Hess insgesamt etwa 95 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Unternehmensleitung verspricht, bei den anstehenden Personalentscheidungen "einer sozial verträglichen Lösung eine hohe Aufmerksamkeit zukommen lassen zu wollen. "Für die Geschäftsführung ist eine offene und transparente Vorgehensweise sowie die enge Zusammenarbeit mit den Betriebsräten selbstverständlich. Allen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein faires Angebot unterbreitet", verspricht das Unternehmen. (jg)

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