Behörden machen Ernst 07.06.2018

Erste EA-189 Dieselmotoren stillgelegt

Nachdem VW beim Schummeln aufgeflogen war, reichte der Hersteller ein Softwareupdate nach. Viele Fahrer weigerten sich jedoch, ihre Fahrzeuge umzustellen, nun legen die Behörden die ersten Fahrzeuge zwangsweise still.

Nach dem Update brauchen die Autos nicht mehr Treibstoff als zuvor – der ADAC hat nachgemessen und beim Laborwert keine Abweichung festgestellt, im eigenen Autobahntest stieg der Verbrauch minimal um bis zu 2% - falscher Reifendruck hat einen deutlich höheren Einfluss als die neue Software. Dafür sinkt der Ausstoß an Stickoxiden signifikant um ein gutes Drittel.

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VW

Das Kraftfahrbundesamt hatte nach dem Bekanntwerden ein Update von VW gefordert, die Halter wurden persönlich angeschrieben, um ihr Fahrzeug in der nächsten Niederlassung auf den neuesten Softwarestand bringen zu lassen. Aus Angst vor möglichen Nachteilen weigerten sich viele Fahre bis heute – trotz mehrfacher Aufforderung durch den Hersteller und die Behörde.

Da das Update den Treibstoffverbrauch kaum beeinflusst, den Ausstoß der Stickoxide aber um mehr als 30% senkt, hat das KBA in München und Hamburg nun ernst gemacht und gemeinsam mit der Polizei die ersten Fahrzeuge der Update-Verweigerer stillgelegt. In Hamburg wurden zwei Fahrzeuge stillgelegt, in München ein Fahrzeug – für 41 andere Fahrhalter läuft die letzte Gnadenfrist für die Nachrüstung, anderenfalls werden in den kommenden Wochen auch ihre Fahrzeuge stillgelegt, bis diese das Softwarepdate haben einspielen lassen.
Und der Transport auf dem Abschleppwagen in die Werkstatt, sowie der Ärger mit den Behörden über anfallende Kosten der Stilllegung dürfte kaum die Mühe wert sein.

Quelle: dpa