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Elektromobilität

Bosch verlängert das Akkuleben

Lithium-Ionen-Batterien sind empfindlich: So wollen nicht über- oder tiefentladen werden, niedrige und sehr hohe Temperaturen mögen sie auch nicht. Bosch will mit einem Cloud-Dienst die Batterien nun clever laden und so vor Verschleiß schützen.

Die meisten Hersteller garantieren derzeit eine Lebensdauer von 100.000 – 160.000 Kilometer oder 5-8 Jahren für die Traktionsbatterien ihrer E-Fahrzeuge, was 500-1000 Ladezyklen entspricht. Danach ist die Batterie noch nicht defekt, die Kapazität und damit die Reichweite können aber nachlassen. Daher bemühen sich die Entwickler, einerseits möglich schonende Ladeprogramme zu entwerfen, andererseits die Akkus so schnell wie möglich wieder aufzuladen – denn damit steht und fällt derzeit die Akzeptanz der Stromer.

Bosch will hier mit seinem neuen Cloud-Dienst ansetzen, um die Ladestrategie noch weiter zu verbessern, und so die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.
Etwa soll die Software verhindern, dass die Akkus bis auf 100% vollgeladen wird, wenn es draußen sehr heiß oder kalt ist – im maximalen Ladezustand ist die Zellchemie besonders empfindlich, auch langes Verweilen ohne Entladung schadet der Lebensdauer der Batterien in diesem Zustand. Schon wenige Prozente weniger Ladestand reichen aus, um die Akkus zu schonen. Mittels Schwarmdaten und unter Berücksichtigung von aktuellen Wetterdaten, will Bosch so gezielt in die Ladesteuerung eingreifen.

Bosch will den Automobilherstellern künftig innovative Ladestrategien anbieten, die die verfügbaren Verfahren ergänzen. Wenn es beispielsweise einmal schneller gehen soll, kann ein neues Schnellladeverfahren die Ladezeit verkürzen, ohne dabei den Akku zu schädigen. Eine zweite denkbare Strategie optimiert die komfortable, aber langsame Standardladung, die mehrere Stunden dauert. Das Bosch-Verfahren soll den Akku schonen und damit Kapazität und Lebensdauer besonders lange erhalten.

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