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Organisationen und Verbände

Diesel-Verkäufe weiter im Sinkflug

Die schlechten Nachrichten um den Diesel haben die Verbraucher nachhaltig verunsichert. Selbstzünder stehen deutlich länger auf dem Hof der Händler als Benziner. In einigen Regionen Deutschlands sind die Verkaufszahlen aber immer noch gut.

Die Nachfrage nach Dieselautos auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt sinkt weiter. Mittlerweile setzt diese Entwicklung auch den Händlern zu. Das ergibt das aktuelle Diesel-Barometer der Deutschen Automobil Treuhand (DAT).

Abgasskandal und Berichte über mögliche Dieselfahrverbote belasten nach Aussage des DAT-Geschäftsführers Jens Nietzschmann die Gebrauchtfahrzeugwerte deutlich, wie die durchschnittlichen Zahlen im Juni belegen. Bei der Wertentwicklung weitet sich demnach bei Gebrauchten die Schere zwischen Diesel und Benziner weiter. Bei drei Jahre alten Dieselfahrzeugen sank der durchschnittliche Restwert im Juni um 0,3 Prozentpunkte auf 54,9 %, bei Benzinern nur um 0,1 Prozentpunkte auf 56,2 %.

Dramatischer sind allerdings die zunehmend längeren Standzeiten von Gebrauchten Dieselfahrzeugen. Noch Anfang 2016 lagen die der Benziner über denen von Dieselautos. Mittlerweile ist die durchschnittliche Standzeit bei Benzinern auf 79 Tage gesunken, während Diesel im Schnitt 95 auf dem Händlerhöfen auf einen Käufer warten. In Kombination mit den ebenfalls gestiegenen Standkosten von 27 Euro pro Tag und Pkw geraten die Margen der Händler weiter unter Druck. Laut DAT haben 10 % der Betriebe angesichts dieser Entwicklung einen Einstellungsstopp für Mitarbeiter verfügt, oder bereits Mitarbeiter entlassen. (SP-X)

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Fahrzeughandel

Vorsichtig optimistisch

Obwohl die Zahl der Neuzulassungen und Besitzumschreibungen deutlich unter Vorjahresniveau liegt, erwarten 40 Prozent der Händler im zweiten Halbjahr bessere Geschäfte. Diese und viele weitere Zahlen zum Fahrzeughandel zeigt das aktuelle DAT-Barometer.

Foto: Foto: Bosch

Markt

DAT startet Diesel-Barometer

Über die Zukunftsfähigkeit des Dieselmotors wird aktuell viel debattiert. Mit dem neuen Diesel-Barometer möchte die DAT informieren und damit einen konstruktiven Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten.

Foto: ProMotor

Flaute am Gebrauchtwagenmarkt

Diesel-Krise als Ertragsbremse

Trotz gestiegener Neuzulassungen verbuchte das Kfz-Gewerbe 2017 nur ein kleines Umsatzplus. Schuld daran war das schwierige Gebrauchtwagengeschäft mit Dieselfahrzeugen. Von der Politik fordert der ZDK daher klare Signale in Sachen Hardware-Nachrüstung.

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Organisationen und Verbände

Kfz-Gewerbe: Rendite im Sinkflug

Der Umsatz im Kfz-Gewerbe ist 2018 um 2,6 Prozent auf rund 179 Milliarden Euro gewachsen. Die Umsatzrendite ist aber deutlich gesunken, auf 1,0 bis 1,3 Prozent im Durchschnitt. Laut ZDK-Präses Karpinski sind die Dieseldiskussion und WLTP daran schuld.