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Vor allem private Kunden zögern den Autokauf häufig hinaus. Hauptgrund für die Zurückhaltung sind die gestiegenen Kosten. 
Foto: Pro Motor
Vor allem private Kunden zögern den Autokauf häufig hinaus. Hauptgrund für die Zurückhaltung sind die gestiegenen Kosten. 

Neuzulassungen 2024

ZDK: Neuwagengeschäft bleibt schwierig

Die Zahl der Neuzulassungen wird sich auch im kommenden Jahr nicht erholen. Im Gegenteil, der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe rechnet mit einem Rückgang auf 2,65 Mio. Einheiten. Ein wenig Grund zur Hoffnung könnte der Gebrauchtwagenmarkt bieten.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet im kommenden Jahr bei den Pkw-Neuzulassungszahlen mit einer rückläufigen Entwicklung auf rund 2,65 Mio. Einheiten. Das wären rund 200.000 Pkw weniger als in diesem Jahr zu erwarten sind. „2023 haben wir durchgehend einen Rückgang bei den Auftragseingängen zu verzeichnen. Das wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken“, erklärt ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn, Sprecher des Fabrikatshandels in Deutschland. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der Neufahrzeugmarkt über das prognostizierte Maß hinaus auch ohne vom Hersteller induzierte Sondermaßnahmen aufnahmefähig sei.

Damit werden die Kfz-Neuzulassungen auch im kommenden Jahr weit unter den Vor-Corona-Zeiten liegen. So wurden 2019 hierzulande noch gut 3,6 Millionen Pkw neu zugelassen. 2018 waren es 3,4 Millionen. Die Corona-Pandemie brachte 2020 dann einen deutlichen Einbruch mit sich, als die Zahl der neu zugelassenen Autos auf 2,9 Millionen einbrach.

Kaum bezahlbare Kleinwagen

Als einen weiteren Grund für die Zurückhaltung der Kunden führt der ZDK die weiter gestiegenen Rohstoffkosten an, die zu höheren Fahrzeugpreisen führen würden. Viele private Kaufinteressierte zögerten den Autokauf hinaus, weil deren verfügbare Einkommen der Ausgabensituation nicht annähernd angepasst seien. Außerdem gebe es kein ausreichendes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen, kritisiert der Verband. Hinzu komme die weiter zunehmende Verunsicherung über den Kurs der Regierung bei der Verkehrs- und Klimapolitik. „Ob der nur noch für das Jahr 2024 geplante Umweltbonus in der geplanten Höhe noch zu beantragen ist, steht aufgrund der Haushaltsdiskussion momentan in den Sternen“, beschreibt Peckruhn die Lage.  Auch im gewerblichen Bereich werde sich die in diesem Jahr rückläufige Auftragslage bei den Neuzulassungen im kommenden Jahr niederschlagen. Hinzu komme die vielfach angespannte Kostensituation in den Unternehmen. 

Die Besitzumschreibungen werden laut dem ZDK im Jahr 2024 wohl das dritte Jahr in Folge nicht den Umfang der vorherigen Jahre erreichen, aber trotzdem wieder leicht wachsen, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten würden.

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