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Coronakrise

Werkstattausrüster sind hart im Nehmen

Autoservice ist systemrelevant – davon können offenbar auch die ASA-Mitglieder profitieren. Einer Umfrage des Branchenverbands zufolge sind die Unternehmen bislang "glimpflich durch die Krise gekommen".

Die Werkstattausrüster kommen im Großen und Ganzen gut durch die Coronakrise. Dies geht aus einer in Auszügen veröffentlichten Mitglieder-Umfrage des ASA-Bundesverbandes hervor. An der Umfrage beteiligte sich laut Mitteilung knapp ein Drittel der 93 Mitgliedsunternehmen. "Insgesamt scheint unsere Branche im Vergleich beispielsweise zum Gaststätten- und Hotelgewerbe bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen zu sein", analysierte ASA-Präsident Frank Beaujean.

Zwar spürten knapp 90 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden ASA-Mitgliedsunternehmen nach eigenen Aussagen wirtschaftliche Folgen der Krise in ihren Unternehmen. Rund ein Fünftel der antwortenden Unternehmen beklagt sogar Umsatzrückgänge von 50 Prozent oder mehr. Mit dem Hebebühnenhersteller Otto Nussbaum hat übrigens mindestens ein Unternehmen diesen Einbruch wirtschaftlich nicht überlebt und Insolvenz angemeldet (wir berichteten). 40 Prozent der befragten Firmen beantragten Kurzarbeit, um die schlechtere Auftragslage vorübergehend abzufedern. Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gab gegenüber dem ASA-Verband an, Liquiditätsengpässe bislang aus eigener Kraft schultern zu können.

Betriebliche Einschränkungen durch Corona-Schutzmaßnahmen sind für die meisten Mitgliedsunternehmen kein Thema. 92 Prozent der Befragten gab an, die Produktivität leide nicht unter den Auflagen bezüglich Hygiene- sowie Abstandsregelungen. Frank Beaujean sieht die Mitgliedsunternehmen gut gerüstet: "Den Blick auch in Krisenzeiten in die Zukunft zu richten und nicht den Glauben an eigene Stärken zu verlieren, liegt unserem Verband und seinen Mitgliedern in den Genen. Denn der ASA wurde 1972 mitten in der damaligen Ölkrise gegründet."