Medizinisch-psychologische Untersuchung 13.08.2019

Weniger MPUs wegen Alkohol - Drogen holen auf

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat die MPU-Statistik für 2018 herausgegeben. Erstmals seit der Einführung 1954 sind Betäubungsmittel der häufigste Einzelgrund für eine Untersuchung.

Über sechzig Jahre lang war die „erstmalige Auffälligkeit für Alkohol am Steuer“ der Hauptuntersuchungsgrund für eine medizinisch-psychologische Untersuchung kurz – MPU. Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Untersuchungen auf Grund von Drogen- und Medikamenten vorgenommen, deren Zahl um 7% im Vergleich zum Vorjahr zulegt hat.
Insgesamt 87.088 Personen musste im vergangenen Jahr zur MPU, ein Rückgang um 1% zu 2017. Knapp 60 Prozent aller begutachteten Personen wurden als „geeignet“ beurteilt, rund 36 Prozent als „ungeeignet“ und der Rest als „nachschulungsfähig“ eingestuft.

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Bundesanstalt für Straßenwesen

Alkohol am Steuer bleibt insgesamt der Platzhirsch in der Statistik. Denn fasst man die Bereiche: „Alkohol & verkehrs- oder strafrechtliche Delikte“, „Alkohol erstmalige Auffälligkeit“ und „Alkohol wiederholte Auffälligkeit“ zusammen, summiert sich der Treibstoff auf 42% aller angeordneten MPUs.

Alkoholauffälligkeit war zwar wie in den Vorjahren der häufigste Grund für eine MPU, die Zahl der Begutachtungen wegen wiederholter Alkoholauffälligkeit in Verbindung mit allgemeinen Verkehrs- oder strafrechtlichen Auffälligkeiten sank gegenüber 2017 allerdings um rund 10 Prozent. Ebenso sank die Zahl der Begutachtungen bei erstmaliger Alkoholauffälligkeit um rund 7 Prozent und wegen wiederholter Alkoholauffälligkeit um gut 2 Prozent. Die Zahl der alkoholbedingten Fragestellungen insgesamt sank somit um 6 Prozent, womit sich der Trend der Vorjahre fortsetzt. Die Begutachtungsanlässe mit Betäubungsmitteln hingegen stiegen um gut 7 Prozent an.