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Corona-Newsticker

+++ Weniger Fahrkilometer, weniger Werkstattbesuche +++

Für die Unternehmen der Automobilbranche hat die Corona-Krise schwere Auswirkungen. Die Produktionsbänder der Hersteller stehen still. Die Mehrheit der Kfz-Betriebe hat Kurzarbeit angemeldet. Verfolgen Sie in unserem Newsticker den aktuellen Stand der Entwicklung.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

DAT: Werkstattbesuche werden verschoben

29.05.2020: Die DAT vermeldete eine um durchschnittlich 25 Prozent geringere Fahrleistung im April: Die Mehrheit der deutschen Pkw-Halter sei im April spürbar weniger Kilometer gefahren als in einem Durchschnittsmonat. Nur neun Prozent aller Befragten hat das eigene Automobil häufiger genutzt als sonst. Zahlreiche Werkstattarbeiten wurden verschoben: In den Monaten März und April standen bei immerhin fast drei Viertel aller Pkw-Halter Arbeiten am Fahrzeug an. Davon hätten 23 Prozent ihre geplanten Termine verschoben – vor allem aus Angst vor Infektionen, hieß es von Seiten der DAT.

Fiat: Oldie-Werkstatt öffnet Pforten

26.05.2020: FCA Heritage, die Abteilung von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) für klassische Fahrzeuge der Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia, hat die aufgrund der Corona-Krise zeitweise unterbrochene Arbeit wieder aufgenommen. Officine Classiche, die Werkstätten im Turiner Industriekomplex Mirafiori, stehen den Angaben zufolge wieder für Zertifizierungs- und Restaurierungsaktivitäten zur Verfügung. In allen Bereichen von FCA Heritage gelten die Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien, die von der FCA Gruppe mit Hilfe des Virologen Roberto Burioni für alle Betriebsstätten des Unternehmens entwickelt wurden.

Mahle macht Werkstätten „startklar“

11.05.2020: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden gelockert. Auf dem Weg zum „Normalbetrieb“ dürfte auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen wieder anziehen – so die Einschätzung. Mahle kommt Werkstätten in diesem Zusammenhang entgegen und stundet beim Kauf von Werkstattausrüstung die Raten: Einer Mitteilung zufolge sieht die Aktion „Startklar“ vor, dass erst ab dem siebten Monat nach Kauf mit den Zahlungen begonnen werden muss. „In diesen außergewöhnlichen Zeiten sind wir der starke Partner an der Seite der Werkstätten. Unsere ‚Startklar‘-Aktion schafft Flexibilität und Sicherheit - die Betriebe können mit neu erworbenen Geräten zunächst ein halbes Jahr lang Einnahmen erwirtschaften, bevor sie mit den Leasingraten starten“, erklärte Joachim Schneeweiss, Vertriebsleiter bei Mahle-Aftermarket und verantwortlich für den Bereich Mahle Service Solutions.

Der Ausrüster bietet den Werkstätten nach Ende der Grundmietzeit verschiedene Optionen an: Von der Rückgabe des Gerätes, der Übernahme bis hin zur Verlängerung der Grundmietzeit sei alles möglich, hieß es. Die Aktion biete Werkstätten größtmögliche Planungsfreiheit für die kommenden Monate und Jahre und ermögliche die Erschließung neuer Geschäftsfelder mit niedrigen Investitionen.

Hankook prämiert Helden

11.05.2020: Hankook startet parallel zur aktuellen Reifenpromotion-Kampagne eine Heldenprämie. Diese erlaubt mehr als 2.100 Handelspartnern in ganz Deutschland Kunden beim Kauf eines Sommer-Reifensatzes eine Montageprämie des Reifenherstellers anzubieten. Der Montagezuschuss der Prämie richtet sich in der parallel laufenden Aktion nun speziell an die „Helden des Alltags“, die in der aktuellen Zeit einen besonderen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

Berücksichtigt würden laut Meldung Mediziner, Laborfachkräfte und Pflegepersonal, Taxi-, Bus- und Lkw-Fahrer, Post- und Paketdienstmitarbeiter, Polizisten und Feuerwehrleute, Mitarbeiter von Lebensmittel- und Drogeriemärkten, Kindergärten/Kitas sowie Müllentsorger und Reinigungskräfte. Deshalb bekommen Mitglieder dieser Berufsgruppen bei Kauf und Montage von vier Hankook Sommerreifen folgende Sonderprämien – 20 Euro für den Kauf von 13-16 Zoll Reifen, 40 Euro ab 17 Zoll aufwärts.

Rolls-Royce: Bänder laufen wieder

08.05.2020: Rolls-Royce Motor Cars war gerade einmal 14 Jahre alt, als das Unternehmen 1918 unvermittelt vor einer schweren Herausforderung stand: In einer Mitteilung erwähnte der britische Auto- und Motorenbauer die Spanische Grippe als große Pandemie des 20. Jahrhunderts und die damit verbundenen Folgen für das öffentliche Leben als Herausforderung. Kaum hatte sich das Unternehmen von den Auswirkungen erholt, stellte es die Weltwirtschaftskrise erneut auf die Probe, wie die BMW-Tochter erinnerte. Während heute Covid-19 möglicherweise der größte Test ist, dem Rolls-Royce je gegenüberstand, ist er also sicher nicht der erste.

Das Unternehmen habe sich jeder Herausforderung mit Einfallsreichtum, Engagement, Mut und Solidarität gestellt hieß es. In diesem Sinne läuft die Produktion im Werk in Goodwood seit 4. Mai wieder. Torsten Müller-Ötvös, CEO von Rolls-Royce Motor Cars, erklärte: „Wir erleben historische Zeiten.“ Das Hauptaugenmerk liege derzeit auf der sicheren Wiederaufnahme der Produktion.

Brembo-Produktion startet

28.04.2020: Seit heute setzt Brembo einige seiner Aktivitäten in den italienischen Werken Curno, Mapello und Sellero fort. Laut Mitteilung hatte das Unternehmen die Produktion am 16. März ausgesetzt. Die Entscheidung wurde im Einklang mit den jüngsten Sonderbestimmungen der italienischen Regierung getroffen, wie es hieß. Während der Schließungsperiode konzentrierte sich Brembo auf die Umsetzung und Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen und folgte dabei den Anweisungen der Behörden.

G.A.S.: Virtuelle Präsenz-Schulungen

22.04.2020: G.A.S. bietet ab Mai virtuelle Schulungen und startet mit dem theoretischen Teil des WDK-zertifizierten Kurses „Monteurtraining von UHP- und Runflat-Reifen". Laut Ankündigung werde der eine Teil des Zweitage-Trainings digital mit bis zu zwölf Teilnehmern abgehalten. Nutzen will die Coparts-Tochtergesellschaft dabei ein spezielles Konzept, bei dem der Trainer per Video-Stream zugeschaltet ist. Verschiedene Klassenräume ermöglichen zudem Projektarbeiten in kleineren Gruppen. Lars Schulte, G.A.S. Geschäftsbereichsleiter Reifen, erklärte: „Unsere Umfragen zeigen, Werkstätten fordern digitale Lösungen für Schulungen. Diesem Wunsch kommen wir aktuell und auch nach Corona nach. Wir werden an diesem Modell festhalten.“

Pirelli: Infektionsschutz-Konzept für Driver-Center

21.04.2020: Pirelli hat in seinem gesamten europäischen Driver-Netzwerk die behördlich angeordneten und zudem empfohlenen Schutzmaßnahmen für Kunden und Personal umgesetzt. Wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht, entzerren die Reifenhandelspartner durch weitgehende Digitalisierung die Kundenprozesse: Dank der Online-Terminbuchung entfalle laut Pirelli das Anstehen und Warten im Betrieb. Auch eine auf Sicherheitsabstände bedachte Neugestaltung der für Kunden zugänglichen Bereiche sei zweckdienlich.

Mattia Bussacchini, Senior Vice President of Commercial Operations Pirelli, kommentiert: „Die Covid-19-Pandemie hat alle Bereiche der Wirtschaft betroffen und die übliche Interaktion zwischen Händlern und Verbrauchern verändert. Deshalb unterstützen wir unser DRIVER Händlernetzwerk mit neuen digitalen Dienstleistungen und weiteren Möglichkeiten, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. Sie beruhen auf neuen Denkansätzen und Exzellenzstandards, die es den Autofahrerinnen und Autofahrern ermöglichen, jede erforderliche Fahrzeugwartung komfortabel und sicher durchführen zu lassen".

Mann + Hummel leistet Beitrag

21.04.2020: Mit der zunehmenden Verbreitung der Coronavirus-Pandemie ist der Mangel an medizinischer Ausrüstung zu einem kritischen Thema geworden. Mann + Hummel arbeitet eigenen Angaben zufolge aktuell mit der Ford Motor Company zusammen. Mit dem Autohersteller verbindet die Ludwigsburger bereits eine Geschäftsbeziehung im Bereich Erstausrüstung und Ersatzteillieferung. Neu ist die Kooperation bei Entwicklung, Produktion und Bereitstellung von aktiven Beatmungsgeräten.

Mann + Hummel liefert den HEPA-Filter für das von Ford hergestellte aktive Beatmungsgerät, das von den Mitarbeitern im Gesundheitswesen bei der Behandlung von Covid-19-Patienten getragen werden wird. Bis heute produziert, testet und stellt der Zulieferer für diese Anwendung 3.500 HEPA Filterelemente pro Tag aus den Fertigungsstätten in den USA und Deutschland bereit, hieß es. Laut Ford ist der Automobilhersteller in der Lage, in den nächsten zwei Monaten 100.000 aktive Beatmungsgeräte zu produzieren.

Bürstner: Produktion läuft wieder an

20.4.2020: Der nächste Camping-Urlaub steht zwar derzeit noch nicht in den Sternen. Dennoch startet beim Wohnmobilspezialisten Bürstner die Produktion: Nach drei Wochen Produktionsstopp fuhren diese Woche die ersten Fahrzeuge von den Fertigungsbändern. In der Woche vor Ostern wurden an den Standorten Kehl und Wissembourg alle umfangreichen Vorkehrungen getroffen, um einen sicheren Start zu ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung.

„Während der produktionsfreien Wochen hat sich das Krisen-Gremium täglich getroffen – natürlich per Video- oder Telefonkonferenz –, um ein Hygienekonzept zu erarbeiten, das die Vorgaben der Gesundheitsbehörden streng befolgt und den höchstmöglichen Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet.“ sagt Annette Weiler, Personalleiterin der Bürstner GmbH & Co. KG.

Zuhausemessen von HellaGutmann

16.04.2020: Persönlichen Kontakt halten, sich im Dialog austauschen, beraten und sich beraten lassen – das alles funktioniert nicht nur von Angesicht zu Angesicht. Als kleinen Ausgleich für die "lieb gewonnenen Treffen" auf den regionalen Werkstattmessen veranstaltet Hella Gutmann ab 28. April virtuelle ‚Zuhausemesse‘ zu den Themen Diagnose, Lichteinstellung und CSC-Tool. "Anmelden, anschauen, informiert bleiben" lautet das im aktuellen Newsletter des Werkstattausrüsters ausgegebene Motto. Wie am realen Messestand freue sich das Hella Gutmann-Team über den Besuch. Präsentiert und besprochen werden aktuelle Highlights, etwa die Multimarkendiagnose mit dem mega macs 77 und der neuen Software SDI, die Kamera- und Radarkalibrierung mit dem CSC-Tool SE sowie Lichteinstellung mit dem Scheinwerfereinstellgerät SEG V.

Liqui Moly: Schmierstoffspende für Feuerwehren und Rettungsdienste

09.04.2020: Der Hersteller unterstützt Rettungsdienste und Feuerwehren mit einer Millionenspende. Für die Einsatzfahrzeuge stellt der Öl- und Additivspezialist Produkte im Wert von einer Million Euro zur Verfügung. „Damit wollen wir den Einsatzkräften den Rücken freihalten“, sagte Geschäftsführer Ernst Prost.Wir helfen mit dem, was wir am besten können: Öle, Additive und andere Autopflegemittel“, so Ernst Prost „Unsere Spende ist nur eine kleine Geste gegenüber all jenen Menschen, die jeden Tag so unermüdlich dafür kämpfen, dass die Corona-Krise nicht noch schlimmer wird“, sagte Ernst Prost. „Wir wollen unsere Hilfe schnell und unbürokratisch leisten und bitten daher interessente Rettungsdienste, Feuerwehren und Krankenhäuser, sich mit ihrem Bedarf über liqui-moly.to/Millionenspende an uns zu wenden.“

Standox: Per Web-Login zur Lack-Expertise

08.04.2020: In der derzeitigen Situation unterstützt Standox seine Kunden mit besonderen Fortbildungsangeboten. Zurzeit können Workshops und Seminare nicht wie gewohnt stattfinden. Die Wuppertaler Lackmarke hat eine risikolose und zudem kostenfreie Alternative gefunden: Live-Online-Trainings. Ab April können sich Lackierprofis an verschiedenen Terminen zu Themen wie „Eingefärbte Klarlacke“ oder „Nass-in-Nass Xtreme Füller“ weiterbilden.

Die Anmeldung erfolgt über die Standox Website www.standox.de oder durch einen Anruf beim Fachberater. Der Trainer sendet dann einen Link und die entsprechenden Login-Daten an die angegebene E-Mail-Adresse. Die Teilnahme an den Trainings ist für Standox Kunden unkompliziert und kostenlos. „Wir wollen unseren Kunden auch in der jetzigen Situation die Möglichkeit bieten, sich fortzubilden. Es gibt genug digitale Möglichkeiten, um Weiterbildungen auch oder gerade während dieser Zeit durchzuführen“, so Erik Faßbender, Training Spezialist Standox Deutschland.

DAT bietet kostenlose Webinare

08.04.2020: Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) bietet das Webinar „SilverDAT 3 richtig einrichten und anwenden“ bis 31. Mai 2020 kostenfrei an. Kunden, die bereits Dienstleistungen und Produkte der Ostfildener nutzen, hätten somit die Möglichkeit, sich in Sachen SilverDAT 3 weiterzubilden. „Denn wir von der DAT möchten, dass Sie nach der Corona-Pandemie zurückblicken können auf gute Entscheidungen, die Sie heute getroffen haben“, erklärte das Unternehmen.

Voraussetzung sei, dass Interessenten ein Upgrade auf SilverDAT 3 bereits durchgeführt oder beantragt haben. Die Onlineschulung dauert den Angaben zufolge rund zwei Stunden. Wer jetzt bucht, spart für den ersten Teilnehmer eines Betriebes die komplette Gebühr von 29,50 Euro, jeder weitere Teilnehmer würde mit 25 Euro zu Buche schlagen.

Motoo gibt Online-Rechts- und Finanztipps zur Krisenbewältigung

08.04.2020: Motoo bietet Online-Webinare zu Liquiditätshilfen sowie zu Rechtsfragen. Für Partner des Werkstattkonzepts ist die Teilnahme kostenlos, andere Betriebe werden mit 89 Euro netto (Recht) bzw. 99 Euro netto (Liquidität) zur Kasse gebeten. Die nächsten Termine für die Finanzthematik sind Dienstag, 14. April (14 Uhr) und Freitag, 17. April (14 Uhr). Die kommenden Rechts-Webinare finden am Donnerstag, 9. April, bzw. am Mittwoch, 15. April, jeweils um 10 Uhr statt.

Nach den Worten des MOTOO-Systemleiters Michael Klüglich will man mit den Seminaren den Betrieben des Automotive Aftermarkets die Möglichkeit bieten, sich kurzfristig zu den verschiedenen Fragestellungen zu informieren. „Es ist uns gelungen, dafür erfahrene und kompetente Referenten zu gewinnen.“ Die Anmeldung erfolgt laut Systemgeber Hess Automotive über die Hotline der Motoo-Zentrale (Tel.: 0221-5400221).

Gratis- Inspektion für Rettungsfahrzeuge

07.04.2020: Das Autohaus Jakob hat angekündigt, alle Notarzt-Fahrzeuge der Marke Jeep kostenlos zu warten. Der Vertragshändler aus Petersberg möchte mit diesem Angebot einerseits die Mobilität der Rettungskräfte unterstützen und zum anderen momentan bestehende Kapazitätsüberschüsse sinnvoll einsetzen. Wie groß die Flotte der Marke bei den regionalen Einsatzkräften ist, dazu machte das Autohaus keine Angaben.

„Wir wollen gerade jetzt unseren Beitrag dazu leisten, medizinische Einsatzkräfte mit ihren Jeep-Fahrzeugen sicher mobil zu halten,“ sagte Peter Jakob, Geschäftsführer Autohaus Jakob GmbH. „Wir haben aufgrund der momentan geltenden Öffnungsbestimmungen für Autohäuser genug Kapazitäten frei, um bei Terminvereinbarung jede Inspektion sofort und gewohnt hochwertig durchzuführen und so das Notarztfahrzeug schnellstmöglich wieder für den Einsatz freizugeben.“

Liqui Moly erhöht Zulage

07.04.2020: Liqui Moly zahlte den eigenen Mitarbeitern weltweit 1.000 Euro zusätzlich aus (wir berichteten). Diesen Betrag stockt der Schmierstoffspezialist aktuell um weitere 500 Euro auf eine Sonderzahlung von 1500 Euro auf. „Es ist kein Trostpflaster, es ist keine Prämie, schon gar kein Bonus – es ist eine Erschwerniszulage“, erklärte Ernst Prost in einer Mail an die Beschäftigten. „Sie leisten zurzeit einen Bombenjob“, fügte der Geschäftsführer hinzu.

Anlass der Erhöhung war ein Signal aus dem Bundesfinanzministerium, wonach Sonderzahlungen bis zu 1.500 Euro steuerfrei sind. Dazu das Ministerium im O-Ton: „Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten.“

Medizinische Geräte auch von PSA und Valeo

07.04.2020: Air Liquide, Groupe PSA, Schneider Electric und Valeo wollen auf Anfrage der französischen Regierung bis Mitte Mai 10.000 Beatmungsgeräte herstellen. Die Kooperation unterstützt die Produktion beim Spezialisten Air Liquide Medical Systems, einem Tochterunternehmen des Gaseherstellers.

Laut Mitteilung haben die vier Partner eine Task Force aus etwa 30 Einkaufs- und Industrialisierungsexperten eingerichtet, um einen Aktionsplan zur Steigerung der Produktion von Beatmungsgeräten von Air Liquide Medical Systems zu ermöglichen. Ziel ist es, im Zuge der aktuellen Schwierigkeiten globaler Lieferketten, die 300 wesentlichen Komponenten in Eigenregie und möglichst im Land zu produzieren.

AutoScout24 erweitert Maßnahmenpaket für Autohandel

07.04.2020: Die Online-Plattform AutoScout24 verstärkt erneut sein Maßnahmenpaket während der Corona-Krise und bietet allen Händlern in Deutschland ab sofort den neuen Service "OneClick Light" vollständig kostenfrei an. Diese Funktion ermöglicht den Händlern, den ersten Schritt in Richtung E-Commerce zu gehen. Händler profitieren von einzeln überprüften, qualifizierten Kaufanfragen und erhalten zudem einen vollständigen Kundendatensatz als Vorlage für Online-Verkäufe, so das Unternehmen. Des Weiteren schaltet der Online-Automarkt in Kürze auch die 360°-Autobesichtigung "AutoScout360" für alle Händler frei und stockt das Bildvolumen von Inseraten von 30 auf 50 Bilder pro Listing auf.

Mehr ATU-Betriebe bieten Notversorgung

06.04.2020: Seit letzter Woche stehen zehn weitere ATU-Werkstätten offen. Wie berichtet, organisiert das Weidener Unternehmen einen Notbetrieb zur Aufrechterhaltung einer technischen Grundversorgung. Insgesamt verfügt der Fastfitter über 600 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Anzahl von Filialen soll lageabhängig weiter ausgebaut werden, hieß es. Neu im Notbetriebs-Netzwerk sind die Standorte Chemnitz (Annaberger Str. 103), Dortmund (Luisenglück 35), Essen (Schederhofstr. 105), Hannover (Schulenburger Landstr. 105), Vellmar (Lange Wender 2), Lüneburg (Lilienthalstr. 7), Nürnberg (Nordring 15), Bergholz-Rehbrücke (Arthur-Scheunert-Allee 2), St. Augustin (Max-Planck-Str. 2) und Unterhaching (Grünwalder Weg 40).

Renault: Neun von zehn Filialen stehen offen

03.04.2020: In der aktuellen Covid 19-Situation hält Renault Deutschland gemeinsam mit seinen Handelspartnern das Dienstleistungsangebot für die Kunden so weit wie möglich aufrecht. Zudem unterstützen Renault Deutschland und die Renault Bank Deutschland die deutschen Renault-Händler mit einem umfassenden Maßnahmenpaket, um die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen für die Partner abzufedern.

Weiterhin angeboten werden Service- und Reparaturleistungen in den meisten Servicebetrieben vor Ort. Derzeit sind neun von zehn Renault Werkstätten für die Kunden und ihre individuellen Wünsche da. Die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln würden eingehalten, hieß es in der Mitteilung. Renault empfiehlt den Kunden, vor dem Händlerbesuch den jeweiligen Renault Partner vor Ort telefonisch zu kontaktieren und nach Öffnungszeiten und dem konkreten Serviceangebot zu fragen.

Continental: 40 Prozent der Produktionsstandorte stehen still

01.04.2020: Continental nimmt den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zurück. Grund dafür ist die Unsicherheit über die Dauer der Beeinträchtigungen durch die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen, möglichen weiteren Konsequenzen für Produktion, Lieferkette und Nachfrage. Wie das Unternehmen bekanntgab, sei derzeit nicht abzusehen, wann ein neuer Ausblick für 2020 gegeben werden könne. Bislang hatte Continental für das laufende Geschäftsjahr mit einem Konzernumsatz von rund 42,5 bis 44,5 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 5,5 bis 6,5 Prozent gerechnet.

Zum Schutz der Mitarbeiter und in Reaktion auf Nachfragerückgänge stehen im Continental-Konzern aktuell mehr als 40 Prozent der weltweit insgesamt 249 Produktionsstandorte vorübergehend still. Allein in Deutschland sind per 1. April etwa 30.000 Mitarbeiter und damit die Hälfte der hiesigen Beschäftigten zur Kurzarbeit angemeldet. Hiervon sind sämtliche Unternehmensfunktionen – von der Produktion, Forschung & Entwicklung bis zur Verwaltung – betroffen.

ACEA: 1,2 Millionen Fahrzeuge weniger durch Shutdown

31.3.2020: Die Automobilhersteller beschäftigen EU-weit (inkl. Großbritannien) laut ACEA an 229 Fertigungsstandorten mehr als 1,1 Millionen Arbeitnehmer. Zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie sind seit durchschnittlich 16 Tagen die Pkw- und Nfz-Fabriken geschlossen. Unter normalen Umständen wären in dieser Zeit nach Schätzung des Herstellerverbands über 1,2 Millionen Fahrzeuge gefertigt worden.

Einer interaktiven Karte zufolge sind in Deutschland 568.518 Beschäftigte vom „Shutdown“ betroffen. Laut Eric-Mark Huitema, Generaldirektor von ACEA, fokussieren sich Verband und die Mitgliedern aktuell auf die Krisenbewältigung. „Die Produktion ist zum Stillstand gekommen – das hat die Autoindustrie noch nie erlebt.“ Im Vordergrund stehe nun, sowohl die Gesundheit als auch die Arbeitsplätze von fast 14 Millionen Europäern zu schützen, die direkt oder indirekt von der Autoproduktion abhängen, fügte der Manager hinzu.

Liqui Moly-Chef Ernst Prost verzichtet bis auf Weiteres auf sein Gehalt

31.03.2020: In einem offenen Brief an rund 1.000 Mitarbeiter hat Liqui Moly-Chef Ernst Prost seine "Kolleginnen im Lohnbüro" gebeten, ihm ab sofort kein Gehalt mehr auszuzahlen. "Mein eingespartes Gehalt und andere Einsparungen verwenden wir lieber dafür, alle unsere Arbeitsplätze zu erhalten – selbstverständlich auch die unserer Leiharbeitskräfte", heißt es in dem Schreiben. "Ich will niemanden verlieren und keinen zurücklassen, niemanden kündigen und auch keine Kurzarbeit anmelden", unterstreicht Prost.

Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres erzielte Liqui Moly ein Wachstum von 14 Prozent. Prost: "Ob es so weitergehen wird, weiß ich nicht, aber eines weiß ich: Wenn wir nicht nachlassen, hart zu arbeiten, wenn wir nicht fragen, was die Firma für uns tun kann, sondern umgekehrt fragen, was wir für die Firma und unsere Kunden tun können, werden wir auch die nächsten Monate meistern."

Gemeinsame Erklärung von VDA, VDIK und ZDK

31.03.20: Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) appellieren an Bund, Länder und Kommunen, durch rasches Handeln Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus drohen.

Bundesweit stehe der Automobilhandel vor massiven Problemen: "Die vorgeschriebene Schließung von Verkaufsstellen trifft die Händler sehr hart. Viele Unternehmer versuchen, den Geschäftsbetrieb telefonisch oder digital aufrechtzuerhalten. Sie stoßen jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten: Kfz-Zulassungsbehörden haben zum Teil die Arbeit eingestellt. Die Neuzulassung der Fahrzeuge kann damit nicht erfolgen", heißt es in der Erklärung. Viele Händler könnten aufgrund der behördlichen Vorgaben bestellte und zur Auslieferung bereite Fahrzeuge nicht an Kunden übergeben. Dieser Fahrzeugbestand binde Kapital, das für Händler aktuell besonders wichtig für das wirtschaftliche Überleben sei. "Daher sind unbürokratische Lösungen gefragt, um Zulassungen durch Händler weiterhin bundesweit zu ermöglichen", fordern die Verbände.

Messe-Chef der Autopromotec kritisiert unabgestimmte Terminverschiebung der Tire Cologne

31.03.20: Alle zwei Jahre findet in Bologna die Autopromotec als eine der europäischen Leitmessen für den Automotive Aftermarket statt. Im Jahr 2021 ist die Messe für den 26. bis 29. Mai terminiert. Dummerweise kollidiert dieser Termin jetzt mit der "Tire Cologne", die nach der Verschiebung auf Grund der Corona-Problematik jetzt vom 18.- 20. Mai 2021 stattfinden soll. Somit liegen zwischen beiden Messen nur fünf Tage.

Im Namen der italienischen Verbände AIRP (Reifen) und AICA (Hersteller von Werkstattausrüstungen) bedauert Renzo Servadei, Chef der Autopromotec, dass dieser Schritt unabgestimmt erfolgt ist. „Natürlich, und besonders in Italien, können wir verstehen und nachvollziehen, dass die Tire Cologne zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt nicht stattfinden kann. Jedoch stimmt es traurig, dass bei der Suche nach einem neuen Termin die Auswirkungen für den gesamten europäischen Automotive Aftermarket augenscheinlich keine Rolle gespielt haben", wird Servadei in einer Pressemitteilung zitiert.

Gerade in Zeiten einer weltweiten Krise mit ungeahntem Umfang sei es wichtig, dass die wichtigen Marktteilnehmer im Bereich des Automotive Aftermarkets zusammenstehen, um die Auswirkungen für die Branche zu minimieren. "Unsere Kölner Kollegen bevorzugen stattdessen leider Wettbewerbspraktiken, die viele Aussteller und Teilnehmer nun zu der Entscheidung zwingt, sich für eine von beiden Veranstaltungen zu entscheiden,“ so der Italiener.

Brembo spendet 1 Mio. Euro für den Kampf gegen das Coronavirus

30.03.2020: Der italienische Bremsenspezialist Brembo setzt sein Engagement bei der Forschung zur Bekämpfung von COVID-19 fort. Das Unternehmen hat entschieden, eine Million Euro an drei herausragende Einrichtungen aus der Region um Bergamo zu spenden. Dazu gehören das Krankenhaus Papa Giovanni XXIII, die Stiftung Fondazione per la Ricerca Ospedale di Bergamo (FROM) und das Institut Mario Negri, die in dem von der Pandemie am stärksten betroffenen Gebiet arbeiten und klinische und pharmakologische Forschung miteinander verbinden.

Die Spende soll ein Beispiel für Forschungsförderung sein, dem hoffentlich zahlreiche andere Unternehmen folgen werden, um schnell eine Lösung für diese schwierige Situation zu finden, betont das Unternehmen.

Pariser Autosalon wird verschoben

30.03.2020: Praktisch alle Veranstaltungen, die in diesem Frühjahr stattfinden sollten, sind mittlerweile auf Grund der Corona-Krise abgesagt. Jetzt gaben die Veranstalter des Pariser Autosalons bekannt, dass die von 1. bis zum 11. Oktober geplante Traditionsveranstaltung verschoben wird. Im engen Austausch mit den Hauptpartnern der Messe suche man jetzt nach Alternativen, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie die allerdings aussehen können, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar. Da der Pariser Autosalon traditionell im jährlichen Wechsel mit der IAA stattfindet, dürfte es Probleme mit sich bringen, die Veranstaltung einfach ins Folgejahr zu verschieben.

Mitsubishi garantiert Ersatzteilversorgung

30.3.2020: Mitsubishi hält seine Werkstätten in Deutschland weiter geöffnet. Die Versorgung mit Ersatzteilen sei ebenso gesichert wie die Fahrzeugproduktion in den Werken in Japan und Thailand. Insgesamt 600 Vertriebs- und Servicepartner von Mitsubishi gibt es in Deutschland. Vor dem Besuch empfiehlt der japanische Hersteller aktuell eine telefonische Terminabsprache. Einige Händler bieten einen Abholservice an. (ampnet/deg)

Autodoc spendet 50.000 Euro

26.03.2020: Autodoc, der größte Onlinehändler für Autoersatzteile Europas, spendet 50.000 Euro an die Stiftung Universitätsmedizin Essen, um den Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Die Forscher untersuchen gemeinsam mit chinesischen Kollegen in einem Labor in Wuhan, China, die Biologie der Viren. Ziel dabei ist es, Therapiemöglichkeiten und Präventivmaßnahmen zu entwickeln. Als international aktives Unternehmen möchte Autodoc sich auf globaler Ebene gegen die aktuelle Pandemie engagieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Alexej Erdle, geschäftsführender Gesellschafter der Autodoc GmbH: "Die Corona-Krise ist eine globale Pandemie, die uns alle betrifft. Wir sind ein internationales Unternehmen. Deshalb sehen wir uns hier klar in der Verantwortung, einen Beitrag zur Lösung dieser Krise zu leisten."