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Foto: Volkswagen
Mit einem Minus von über 21 Prozent musste auch Marktführer Volkwagen im vergangenen Jahr kräftig Federn lassen. 

Markt

Wenige Gewinner, viele Verlierer

Die Neuwagen-Nachfrage ist 2020 eingebrochen. Lediglich zwei Marken konnten sich dem Abwärtstrend entziehen.

Der deutsche Automarkt kannte 2020 fast nur Verlierer. Nur Tesla und Fiat gehen mit einem Plus aus dem Corona-Jahr, ein Handvoll Marken kommt mit einem einstelligen Minus zudem relativ glimpflich davon. Manch anderer Hersteller büßt ein Drittel seines Absatzes ein, wie aus der Neuzulassungs-Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Insgesamt wurden 2020 in Deutschland 2,9 Millionen Pkw neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 19 Prozent. 

Tesla profitierte 2020 vom anhaltenden E-Auto-Boom und dem Auslieferungsstart seines Volumenmodells Model 3. Insgesamt 16.694 Fahrzeuge lieferten die Amerikaner aus, 55,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das reicht zu einem Marktanteil von 0,6 Prozent – eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Zweiter Gewinner des Jahres war Fiat mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 89.150 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 3,1 Prozent, was nicht zuletzt auf den Boom bei Wohnmobilen das das zugehörige Grundmodell Fiat Ducato zurückzuführen ist.  

Alle anderen Marken haben weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Einige verloren vergleichsweise wenig Einheiten, etwa Renault (minus 4,4 Prozent), Kia (minus 7,6 Prozent) und Toyota (minus 8,7 Prozent) – alle drei stark bei alternativen Antrieben und im Privatkundenmarkt. Beide Segmente zählten 2020 zu den stabileren in Deutschland.  

Alle deutschen Marken mussten Verluste verbuchen, welche bei Smart mit einem Minus von 67,3 Prozent am deutlichsten ausfielen, gefolgt von Opel (-32,3 Prozent) und Ford (-30,6 Prozent). Mit einem negativen Vorzeichen schlossen auch die Neuzulassungsbilanzen von VW (-21,3 Prozent), Audi (-19,9 Prozent), Porsche (-16,3 Prozent), BMW (-13,7 Prozent), Mini (-11,7 Prozent) und Mercedes (-10,6 Prozent) ab. An den generellen Machtverhältnissen auf dem deutschen Markt ändert sich aber nichts Wesentliches: VW bleibt mit einem Marktanteil von 18 Prozent (Vorjahr: 18,5) stärkste Marke. Größter Importeur war wie gehabt Skoda mit einem Marktanteil von 6,2 Prozent (5,8 Prozent) Skoda, gefolgt von Renault mit 4,3 Prozent (3,6 Prozent). (SP-X)

Foto: Fiat

Neuzulassungen

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