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Coronavirus

Webasto macht wieder auf

Webasto öffnet seine wegen der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter geschlossene Firmenzentrale ab dem 12. Februar 2020 wieder.

Nach einer zweiwöchigen Schließzeit eröffnet der Automobilzulieferer Webasto am morgigen Mittwoch seine Zentrale in Stockdorf wieder. Das Unternehmen hatte zum Schutz der Belegschaft sein Verwaltungs- und Entwicklungszentrum am 29. Januar vorsorglich auf eigene Initiative geschlossen, nachdem erste Mitarbeiter positiv auf den Coronavirus getestet worden waren. In der Zwischenzeit arbeiteten die meisten der mehr als 1.000 Kolleginnen und Kollegen von zuhause aus. Rund 180 von ihnen ließen sich von Ärzten des Gesundheitsamts Starnberg in Stockdorf oder in Kliniken im Großraum München testen. Bei nur acht von ihnen fiel der Test positiv aus. Alle anderen erhielten ein negatives Laborergebnis.

„Wir sind erleichtert, dass seit Anfang vergangener Woche kein neuer Krankheitsfall unter unseren Mitarbeitern dazu gekommen ist. Noch sind wir vorsichtig, weil immer noch recht wenig über den Virus bekannt ist. Aber es sieht so aus, als hätten wir durch unser schnelles und entschiedenes Handeln nach dem ersten positiven Test die Infektionskette im Unternehmen unterbrochen“, erklärt Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands, Webasto SE.

Hygiene, Hygiene, Hygiene

Vor der Rückkehr der Kolleginnen und Kollegen aus dem Homeoffice reinigte und desinfizierte ein Fachunternehmen alle Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Küchen und sanitären Einrichtungen bei Webasto in Stockdorf nach entsprechenden EU-Richtlinien.

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Dr. Andreas Zapf, betont: „Die Konsequenz, mit der das Unternehmen in dieser Sondersituation agiert hat, ist lobenswert. Von Anfang an standen wir in engem Kontakt und haben uns sehr offen und kontinuierlich ausgetauscht. Die Erkenntnisse, die wir durch die enge Zusammenarbeit mit Webasto gewonnen haben, werden uns dann auch bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Ausbruchsgeschehens helfen.“

Positiver Heilungsverlauf

Die acht infizierten Webasto Mitarbeiter befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern in München beziehungsweise im Landkreis Traunstein. Engelmann: „Wir sind mit allen in regem Kontakt und freuen uns, dass einige von ihnen bereits komplett beschwerdefrei sind und voraussichtlich in Kürze entlassen werden. Die Vertreter der Medien fordere ich auf, die Privatsphäre aller unserer Mitarbeiter zu respektieren. Die letzten Wochen waren insbesondere für die positiv getesteten Kollegen und ihre Familien eine enorme Belastung. Sie brauchen jetzt vor allem Zeit für sich und ihre Angehörigen.“

Bis auf weiteres gelten an allen Webasto-Standorten weltweit erhöhte Hygienestandards. Geschäftsreisen von und nach China sind nach wie vor bis Ende Februar 2020 ausgesetzt.

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