Image
Der Toyota Avensis (T25) könnte einen defekten Airbag an Bord haben – unklar ist, wie viele der Fahrzeuge noch auf den Straßen unterwegs sind.
Foto: Toyota
Der Toyota Avensis (T25) könnte einen defekten Airbag an Bord haben – unklar ist, wie viele der Fahrzeuge noch auf den Straßen unterwegs sind.

Rückruf

Toyota tauscht Fahrerairbag bei älteren Avensis aus

Die bis zu 20 Jahre alten Mittelklassemodelle sind mit einem explosiven Gasgenerator ausgestattet. Er stammt diesmal allerdings nicht von Takata.

Wenn ältere Fahrzeuge wegen explosiven Airbags zurückgerufen werden, denkt man automatisch an das Takata-Debakel, das nach wie vor Todesopfer fordert, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde erst kürzlich wieder bestätigte. Doch ein neuer Toyota-Rückruf für den Avensis (T25) steht laut einem Sprecher der Deutschlandzentrale nicht im Zusammenhang mit dem ehemaligen Massenlieferanten der Automobilindustrie.

Die Fehlerbeschreibung des Sprechers zum Fahrerairbag mit einem zweistufigen Gasgenerator klingt vertraut: "Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Dichte des Treibmittels im Gasgenerator im Laufe der Zeit durch die Auswirkungen von Hochtemperaturzyklen und Feuchtigkeit im Treibmittel und seinem versiegelten Behälter reduziert. Dies kann dazu führen, dass das Treibmittel pulverförmig wird. In diesem Fall könnte der Gasgenerator reißen, wenn der Airbag des Fahrers ausgelöst wird. Ein Gasgeneratorbruch kann dazu führen, dass Metallfragmente mit hoher Geschwindigkeit durch den Airbag in den Fahrzeuginnenraum gelangen, was zu Verletzungen oder zum Tod der Fahrzeuginsassen führen kann".

Die aus dieser Gefahr folgende Airbag-Austauschaktion dauert etwas mehr als eine halbe Stunde und firmiert herstellerintern unter dem Code "22SMD-115". Der Umfang des Rückrufs klingt dramatisch, denn weltweit sind theoretisch rund eine halbe Million Exemplare des Avensis aus dem Bauzeitraum 21.8.2002 bis 24.4.2006 betroffen, davon hierzulande 76.500. Wie viele der Fahrzeuge aber tatsächlich noch zugelassen sind, ist nicht bekannt. Ebenso ist unklar, ob es sich um den Auftakt einer neuen Rückrufserie handelt, die einen weiteren Zulieferer in Bedrängnis bringt. Der Toyota-Sprecher konnte den Namen des Airbagproduzenten auf Nachfrage nicht nennen. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

TIPP: Sie interessieren sich für Rückrufinfos, Reparaturtipps und technische Hintergründe? Der amz.de-Newsletter informiert Sie zweimal wöchentlich. Jetzt gleich anmelden!

Image
daimler-trucks-arocs.jpeg

Größter Rückruf aller Zeiten

Takata-Rückruf: Daimler tauscht Airbags in Mercedes-Lkw

Das schon lange bekannte Problem mit möglicherweise explodierenden Gasgeneratoren macht einen Eingriff bei knapp 77.000 Actros, Antos, Arocs und Atego nötig.

    • Nutzfahrzeuge
Image
Der 1500er war Anfang der 1970er Jahre ein echter Blickfang in seiner Klasse

Tradition: 60 Jahre BMW 1500 bis 2000 tii

Neue Klasse statt Mittelmaß

Mit den Dynamikern der Neuen Klasse katapultierte sich BMW vor 60 Jahren aus der größten Existenzkrise des Unternehmens. Tatsächlich gelang den Mittelklasse-Modellen BMW 1500 bis 2000 tii noch mehr: Mit ihnen befeuerte BMW das Rennen um den besten viertürigen Leistungssportler für Straße und Strecke.

Image
adac-ev_tests_sommerreifentest_16-9.jpeg

Räder und Reifen

ADAC-Sommerreifentest: Welche Reifen sind zu empfehlen?

Der ADAC hat in seinem aktuellen Sommerreifentest 32 Reifen für Fahrzeuge der Mittelklasse und der Unteren Mittelklasse geprüft. Die meisten schnitten „gut“ oder „befriedigend“ ab – allerdings gab auch Ausreißer. Vor allem auf Nässe zeigten sich Schwächen. 

    • Räder und Reifen
Image
mercedes-arocs-2020.jpeg

Rückruf für Mercedes Actros und Arocs

Daimler Truck tauscht Gelenkwelle

Fast 1.900 Lkw holt Daimlers Nutzfahrzeugsparte rund um den Globus in die Vertragsbetriebe, allerdings erst, wenn Ersatzteile zur Verfügung stehen.

    • Fahrzeughersteller, Lkw + Bus, Nutzfahrzeuge