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Zwei Generationen, die für das Thema Wiederaufbereitung stehen: Heinz Hölker und sein Sohn Dennis. 
Foto: Ingo Jagels
Zwei Generationen, die für das Thema Wiederaufbereitung stehen: Heinz Hölker und sein Sohn Dennis. 

Rema Tec-Center

„Testen unter möglichst realen Bedingungen“

Remanufacturing boomt, das ist unbestritten. Zu den bedeutenden Anbietern für wiederaufbereitere Nfz-Komponenten zählt APS-Germany. Das Unternehmen mit Sitz in Gescher (Nordrhein-Westfalen) hat jetzt das neue „rema tec-center“ eröffnet.

Was früher Metallschrott war, ist heute ein wichtiger Rohstoff. Die Wiederaufbereitung – das Remanufacturing – von Kraftfahrzeugkompontenen hat in den vergangenen Jahren eine enorme Bedeutung auf dem Ersatzteilmarkt erlangt. Kein Wunder, lassen sich doch im Sinne der Nachhaltigkeit erhebliche Ressourcen einsparen. So werden bei der Aufbereitung eines gebrauchten Nfz-Bremssattels bis zu 95 Prozent aller Materialien wiederverwendet. Verglichen mit der Fertigung eines Neuteils ergibt sich daraus eine CO2-Einsparung von ca. 65 kg je Sattel.

Zu den bedeutenden Anbietern wiederaufbereiter Komponenten für Nutzfahrzeuge zählt die APS (Automotive Products Solutions-Germany) GmbH, die mit ihrer Marke rema.germany am Markt agiert. Die 45 Mitarbeiter stehen mittlerweile für einen Jahresumsatz von 20 Mio. Euro. Mit der Eröffnung des neues „rema tec-center“ hat das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Gescher jetzt den nächsten wichtigen Schritt vollzogen.

Schwachstellen identifizieren

„Mit unserem neuen Tec-Center haben wir die Produktentwicklung hier am Standort zusammengefassst“, erklärt Dennis Hölker, Head of Operations und Prokurist von APS-Germany. „Auf diversen Testapparaturen haben wir die Möglichkeit, die Haltbarkeit unserer Produkte unter möglichst realen Bedingungen ausführlich zu prüfen.“ Eine weitere wichtige Funktion des neuen Tec-Centers sei es, potenzielle Neuprodukte besser finden und prüfen zu können. „Wir nehmen die gebrauchten Kompontenen komplett auseinander und stellen fest, wo die Schwachstellen liegen“, erläutert der Sohn des Firmengründers Heinz Hölker.

Die Wiederaufbereitung umfasst nicht nicht mechanische Teile, sondern auch elektronische Komponenten. Bei der Überprüfung der Boards arbeitet APS-Germany mit einem externen Partner zusammen. Meistens seien es laut Dennis Hölker aber Softwarethemen, die für das Remanufacturing bewältigt werden müssen. So müsse beispielsweise bei Getriebesteuergeräten die Software auf ihren ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden. Nur dann kann sie nach dem Einbau in ein anderes Fahrzeug neu angelernt werden. Themen wie Programmierung, PIN-Belegung oder das EPROM-Auslesen werden weitgehend intern abgedeckt.

Ziel der Wiederaufbereitung sei es, die Teile „besser als neu“ zu machen. Dennis Hölker: „Über die Jahre der Nutzung zeigen sich die Schwachstellen der unterschiedlichen Komponenten. Beim Remanufacturing verbessern wir die Produkte genau an den kritischen Stellen.“

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Um die Schwachstellen von Komponenten zu identifizieren, werden die Altteile komplett zerlegt.  
Foto: Ingo Jagels
Um die Schwachstellen von Komponenten zu identifizieren, werden die Altteile komplett zerlegt.  
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