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GVA

Teilehandel profitiert von robuster Konjunktur

Die Unternehmen des Kfz-Teilegroßhandels blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2018 zurück. GVA-Präsident Hartmut Röhl gab auf dem Jahrestreffen seines Verbands Einblicke in die aktuelle wirtschaftliche Situation der Branche.

Während die GVA-Mitglieder die allgemeine wirtschaftliche Lage derzeit recht zurückhaltend einschätzen, gestaltet sich der Blick auf den Kfz-Ersatzteilmarkt deutlich erfreulicher. Rund zwei Drittel der Firmen konnten in den ersten drei Quartalen des Jahres zumindest leichte Umsatzzuwächse melden. Knapp 18 Prozent erlebten einen stagnierenden Verlauf und 15,3 Prozent berichteten von einem Umsatzminus. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen zirka 70 Prozent der GVA-Mitglieder mit steigenden Umsätzen, 12,9 Prozent mit gleichbleibenden und gut 16 Prozent mit sinkenden Zahlen. Der Kfz-Teilehandel ist dabei in seinen Einschätzungen deutlich zuversichtlicher als die Kfz-Teileindustrie.

Getragen werden die insgesamt recht positiven Erwartungen von einer weiterhin guten Auslastung der Kfz-Servicebetriebe. GVA-Präsident Hartmut Röhl bewertet den diesjährigen Geschäftsverlauf aus Sicht der Branche: „Der Auftakt des Jahres war recht müde. Durch die lange Winterwitterung, in der Autofahrer in der Regel viele Arbeiten am Fahrzeug aufschieben, lagen wir per Ende März bei den Umsätzen spürbar im Minus. Der April sorgte dann im Kfz-Ersatzteilgeschäft auch für einen wirtschaftlich sonnigen Frühling, dem sich ganz ordentliche Sommermonate anschlossen. Im Frühherbst ist die Branchenkonjunktur nun wieder etwas abgeflaut. Wir erwarten unter dem Strich dennoch ein leichtes Plus für das Gesamtjahr 2018." Angesichts vieler turbulenter Entwicklungen und Unsicherheiten auf globaler und auch auf nationaler Ebene hätte das Jahr nach Röhls Worten durchaus um einiges schlechter laufen können. "Die weiterhin robuste Gesamtkonjunktur kommt uns zugute, obschon viele Ökonomen hier erste dunkle Wolken am Horizont aufziehen sehen.“

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Nach Einschätzung des Verbands investieren die Autofahrer aktuell recht intensiv in den Erhalt ihrer Fahrzeuge. Neuanschaffungen werden aufgrund der großen Verunsicherung beim Thema Diesel und dessen unklarer Zukunft derzeit von vielen Kunden gescheut. „Die Hängepartie beim Thema Diesel muss im Interesse der Umwelt, der Verbraucher und auch der Unternehmen endlich beendet werden", fordert Röhl. Vor allem sei die Politik gefordert, die gesetzlichen Bedingungen, die technischen Spezifikationen und die Finanzierung für mögliche Nachrüstaktionen zu klären. "Die Unternehmen des freien Kfz-Aftermarket wären dann in der Lage, die Nachrüstung zu begleiten.“