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ASA-Präsident Frank Beaujean
Foto: ASA-Verband
ASA-Präsident Frank Beaujean

ASA-Verband

Stabile Mitgliederentwicklung in der Pandemie

Der Bundesverband der Hersteller von Automobil Service-Ausrüstungen e.V., der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, blickt zuversichtlich auf das Jahr 2022. Die Zahl der Neuzugänge konnte die aus dem Verband ausgeschiedenen Mitglieder ausgleichen.

„Wir sind guter Hoffnung, dass die massiven Einschränkungen des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens zwei Jahre nach Beginn der Pandemie in den kommenden Monaten endlich abklingen und wir langsam zum Normalstatus zurückkehren können“, sagt ASA-Präsident Frank Beaujean in einer ersten Einschätzung für das Jahr 2022. Normal sei dabei aber nicht gleichbedeutend mit einer Rückkehr zu der Zeit vor der Pandemie. „Unsere Mitgliedsunternehmen sind zum überwiegenden Teil mittelständisch geprägt. Auch umfangreiche Wirtschaftshilfen können auf Dauer nicht verdecken, dass die Geschäfte insgesamt leiden“. Investitionen in die Zukunft bräuchten Zuversicht – und die fehle nach zwei Jahren Pandemie-Alarmzustand.

Die aktuelle Situation hatte laut einer aktuellen Mitteilung des Verbands auch einen Effekt auf die Mitgliederentwicklung im letzten Jahr. Insgesamt sieben Mitgliedsunternehmen schieden Ende 2021 aus dem Verband aus. Namentlich sind dies: Autel Europe GmbH, Blaschke Umwelttechnik, BBE Automotive, Car Bench S.p.a., Plymovent, Testo S.E. und Stierius. Der bedauerliche Tod des Inhabers beendete auch die Mitgliedschaft der Frank Ölanlagen GmbH.

Aufgabenvielfalt massiv gewachsen

„Jedes Mitglied, das uns in diesen herausfordernden Zeiten verlässt, schmerzt“, erklärt Beaujean. Denn die Aufgabenvielfalt sei auf nationaler und europäischer Ebene massiv gewachsen. Aktuell laufende Projekte, wie beispielsweise die Einführung der Partikelzählung ab 2023, die Auseinandersetzung um einen fairen und diskriminierungsfreien Datenzugang für alle Marktbeteiligten bei vernetzten Fahrzeugen, das Thema Security Gateways oder die angestrebte Neugestaltung der periodischen Fahrzeugüberwachung, würden laut Beaujean den vollen Einsatz ehrenamtlicher Fachleute in diversen nationalen und europäischen Ausschüssen erfordern.

Doch der Verband konnte sich 2021 auch über sieben Neuzugänge freuen. Dazu gehören die EHC Technik GmbH, ein schwedisches Unternehmen mit deutschem Sitz in Siegen, Spezialist für Abgas- und Partikelfilter, oder die KPIT Technologies GmbH. Das aus Indien stammende multinationale Unternehmen hat seinen deutschen Sitz in München und ist auf Automobil-Softwareentwicklung für vernetzte Fahrzeuge sowie moderne Diagnosesoftwareanwendungen spezialisiert. Mit KSR EDV-Ingenieurbüro GmbH aus Neu-Ulm und Pfau-Beratung, Donzdorf-Winzingen, verstärken zudem zwei Spezialisten für Software-Werkstattanwendungen den Verband.

Ein weiterer Spezialist für periodische Fahrzeugüberwachung, insbesondere Messungen des Emissionsverhaltens von Fahrzeugen, ist 2021 mit der in Aachen ansässigen Opus Inspections GmbH in den Verband eingetreten. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Schweden. Ebenfalls im Bereich Emissionsmessung und Partikelzählverfahren betätigt sich die CPS Consulting mit Sitz in Brühl. Das Unternehmen ist Importeur für Produkte zur Partikelmessung der in Finnland ansässigen Dekati Ltd. Kurz vor dem Jahreswechsel ist zudem Ryme Worldwide, ein ursprünglich spansicher Werkstattausrüstungsspezialist mit irischen Eigentümern, dem Verband beigetreten. Das Unternehmen wird bis zum Aufbau seiner deutschen Niederlassung vom Consulting-Unternehmen PTI + Registration Pilot, Kempten, in Deutschland vertreten.

Mehr Marken als Mitglieder

Damit startet der Verband mit 86 Mitgliedsunternehmen und 93 Marken mit Schwerpunkt Werkstattausrüstung und Ausrüstungsservices ins neue Jahr. Übernahmen und Fusionen einzelner Mitglieder haben nach Angaben des Verbands dazu geführt, dass die Zahl der repräsentierten Marken weitgehend konstant, die Zahl der Mitglieder aber leicht rückläufig ist. „Wie im Teilegroßhandel übernehmen auch in der Werkstattausrüstung zunehmend große Unternehmen die kleinen und verbeitern so ihr Produktportfolio und ihre Fertigungstiefe“, so der ASA-Präsident.

2022 feiert der Verband sein 50-jähriges Bestehen. Frank Beaujean: „In den letzten 50 Jahren hat der Verband Höhen und Tiefen durchlebt. Mittlerweile hat er sich von seiner ursprünglichen Bestimmung als Ausstellerverband auch zu einem politischen Lobbyverband weiterentwickelt. Unsere Anliegen sind zukunftsorientierte, praktikable technische Lösungen für Fahrzeugservice und periodische Untersuchungen und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktbeteiligten“.

Wer sich mit diesen Zielen identifiziere und aktiv ehrenamtlich in nationalen und europäischen Fachgremien die Zukunft von technischem Fahrzeugservice und periodischen Untersuchungen mitgestalten wolle, sei herzlich zur Mitarbeit im ASA-Verband eingeladen.   

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