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Foto: Daimler AG
Bei weltweit über 26.000 Mercedes-Benz Vito mit Frontantrieb, Dieselmotor und manuellem Schaltgetriebe kann der Gangerkennungssensor schadhaft sein – möglicherweise leuchten die Rückfahrlichter nicht auf, obgleich der Rückwärtsgang eingelegt ist.

Zwei Transporter-Rückrufe bei Daimler

Sensorikdefekt beim Vito

Bei einer fünfstelligen Stückzahl des Kleintransporters könnte eine Rückwärtsfahrt ohne Rückfahrlicht erfolgen. Deutlich kleiner ist eine Aktion wegen eines möglicherweise mangelhaften Bremssattelträgers.

Für den Mercedes Vito laufen aktuell zwei Rückrufaktionen. Die größere steht für weltweit 26.400 Kleintransporter mit Frontantrieb, Dieselmotor und manuellem Schaltgetriebe an. Bei ihnen könnte die Funktion des Gangerkennungssensors zeitweise bis zum nächsten Zündungswechsel bzw. Motorstart gesperrt sein, wie eine Sprecherin der Konzernsparte auf Anfrage sagte. Dadurch sei eine Rückwärtsfahrt ohne Rückfahrlicht möglich.

"Als vorsorgliche Maßnahme ist vorgesehen, über die Mercedes-Benz Serviceorganisation an den betroffenen Fahrzeugen die für die Gangerkennung zuständige Software zu aktualisieren", kündigte die Sprecherin an. Die Aktion mit dem internen Code "VS2SENGOR" bzw. "2698060" ist für Modelle der Baureihe 447 aus dem Produktionszeitraum Oktober 2019 bis März 2021 vorgesehen.

Vom 6. Februar bis 10. März dieses Jahres liefen jene Vito- und V-Klasse Fahrzeuge vom Band, die Gegenstand des zweiten Rückrufs sind. Eine nicht ausreichende Festigkeit des Bremssattelträgers könnte zu einem Versagen des Bauteils und zum Ausfall des jeweiligen Bremskreises führen. "Aufgrund der Auslegung des Fahrzeuges mit einer Zweikreis-Bremsanlage würde sich bei einem Ausfall eines Bremskreises, insbesondere im Falle einer ABS-/ESP-Regelung, der Bremsweg verlängern", erklärte die Sprecherin.

Für die Prüfung und den ggf. notwendigen Tausch des Bremssattelträgers sind den Angaben zufolge bis zu zwei Stunden eingeplant. Der Aktionscode "VS2BREMTRA" steht weltweit für 2.248 Einheiten auf dem Programm, davon 865 in Deutschland. Zum ersten Rückruf liegt noch keine Stückzahlangabe für den Heimatmarkt vor. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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