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Bei Evobus kommt es aufgrund eines Defekts an der Lenkanlage zu einer Rückrufaktion: Betroffen von der Maßnahme sind weltweit 1.400 Busse, davon 790 in Deutschland.
Foto: Daimler AG
Bei Evobus kommt es aufgrund eines Defekts an der Lenkanlage zu einer Rückrufaktion: Betroffen von der Maßnahme sind weltweit 1.400 Busse, davon 790 in Deutschland.

Defekt an der Lenkanlage

Rückruf: Zweimal Mercedes Citaro, einmal Conecto, Tourismo und Travego

Evobus muss nachbessern: Die deutlich größere Aktion ist für alle vier Baureihen vorgesehen und betrifft die Lenkanlage. Bei einigen wenigen Omnibussen müssen die Türdichtungen getauscht werden.

Die Daimler Truck Tochter Evobus führt seit einigen Wochen zwei Rückrufe durch. In beide ist der Citaro involviert, einmal alleine und einmal zusammen mit den Baureihen Conecto, Tourismo und Travego. Bei 49 Citaro aus dem Bauzeitraum Juli 2020 bis September 2021 müssen die Partnerbetriebe die Türdichtungen wechseln.

Die bislang verbauten Dichtungen erfüllen nicht die Anforderungen der aktuellen Regelung ECE-R 118, welche die Feuerbeständigkeit von in Bussen verwendeten Werkstoffen normiert. Dadurch bestehe "erhöhte Verletzungsgefahr bei einem Fahrzeugbrand", warnt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der interne Aktionscode lautet "72.25M21180A".

Deutlich größer ist die Aktion "46.20U21175A" für die vier genannten Baureihen, die laut KBA "aufgrund fehlerhafter Komponenten der Lenkungsanlage" stattfindet. Bei rund 1.400 Bussen, davon 790 in Deutschland, könne die Lenkung im Laufe der Lebensdauer versagen, heißt es in der Fehlermeldung.

Da das Alter der Fahrzeuge noch recht jung ist, handelt es sich wohl eher um eine Prognose als einen Fehlerbericht aus dem Feld. Die Herstellungsdaten lauten 23.3. bis 27.10.2021. Wie lange der avisierte Lenkspindeltausch dauert, ist nicht bekannt. Die Konzernsparte beantwortet keine Anfragen zu Rückrufaktionen. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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