Foto: Rheinmetall / Pierburg

Alternative Antriebe

Pierburg: Auftrag für Brennstoffzellenkomponenten

Als Alternative zu Verbrennungsmotoren und reinen Batteriefahrzeugen ist die Brennstoffzelle seit Jahren in der Diskussion. Pierburg hat nun einen Auftrag zur Fertigung von Brennstoffzellenkomponenten erhalten.

Ein namhafter, deutscher Premiumhersteller hat bei der Rheinmetalltochter nun einen Auftrag zur Produktion von elektrischen Kathodenventilen eingereicht. Die im Pierburg-Werk in Berlin entwickelten elektrischen Klappensysteme werden bei der Regelung der Frisch- und Abluftmassenströme, sowie der hochdichten Absperrung der Brennstoffzellen-Stacks zum Einsatz kommen. Der Produktionsstart der Fahrzeuge ist für 2022 vorgesehen. Der Hersteller konnte bei dem Auftrag von seiner langjährigen Erfahrung als Entwickler und Hersteller von Drossel- und Regelklappen profitieren.

Angesichts der mittlerweile großen Leistungsbandbreite von Brennstoffzellen-Stacks und den damit bestehenden Luftmassenbedarfen, wurden neben einem sehr kompakten und leichten Vollkunststoff-Ventil mit einem Gewicht von nur 300 Gramm und 25 Millimetern Bohrungsdurchmesser auch Kathodenventile mit einem Durchmesser von bis zu 57 Millimetern entwickelt. Somit können die Kathodenventile Luftmengen bis 750kg/Stunde und absolute Ladedrücke bis 400kPa bereitstellen.

Die speziell für diesen Einsatz ausgewählten und kombinierten Materialien gewährleisten die notwendige Beständigkeit gegen Wasserstoff sowie hochreines Wasser. Das neue Kathodenventil beinhaltet einen elektromotorischen Antrieb mit einer sehr hohen Leistungsreserve. Auf der mit Wasser angereicherten Abluftseite der Kathode bietet er die notwendige Sicherheit, dass es selbst unter Frostbedingungen zu keinen Funktionsbeeinträchtigungen kommen kann.

Für den Einsatz als Absperrventil (Stack Isolation Valve) wurde speziell in Bezug auf die Kleinstleckage eine Vielzahl von Features entwickelt. Dazu gehört unter anderem der Einsatz eines hochstabilen Elastomers als Dichtelement. Es tut sich also doch noch etwas in Sachen Brennstoffzelle. Wir sind gespannt, welches Fahrzeug wir 2022 mit Brennstoffzellenantrieb sehen werden.

Foto: Bosch

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