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Bei 6.411 Ford-Stromern in Deutschland können die Hauptkontakte der Hochvolt-Batterie überhitzen.
Foto: Ford
Bei 6.411 Ford-Stromern in Deutschland können die Hauptkontakte der Hochvolt-Batterie überhitzen.

Ford-Rückruf

Mögliche Batterieüberhitzung beim Mustang Mach-E

Die Hauptkontakte der HV-Batterie können bei sehr hohen Stromstärken stark erhitzen. Das Elektroauto startet in einem solchen Fall entweder nicht mehr oder verliert während der Fahrt die Antriebskraft.

Rückruf für Fords Elektroauto Mustang Mach-E. Bei 6.411 Exemplaren in Deutschland können die Hauptkontakte der Hochvolt-Batterie überhitzen, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage sagte. Die Überhitzung sei meist Folge von wiederholten Ladevorgängen mit Gleichstrom (also Schnellladen) und/oder des häufigen Abrufens der vollen Leistungsfähigkeit des Motors durch Durchdrücken des Gaspedals.

Eine Fehlfunktion kann sich laut dem Sprecher auf zwei Arten äußern: "Entweder schließt das Relais während der Fahrt nicht mehr richtig und leitet nur noch unzureichend elektrische Leistung von der HV-Batterie an den E-Motor weiter, was in einem Leistungsverlust resultiert. Oder das Relais öffnet sich nicht mehr und bleibt dauerhaft geschlossen, weil die Kontaktflächen aufgrund der thermischen Belastung miteinander verschmelzen."

Falle das Relais in der geschlossenen Position aus, leuchte beim nächsten Fahrzyklus eine Störungswarnleuchte auf oder das Fahrzeug lasse sich nicht mehr starten, berichtete der Sprecher weiter. Bei einem Ausfall in der geöffneten Position, gehe in der Instrumententafel eine Warnleuchte für eine Antriebsstrangstörung an (das Fahrzeug zeigt "Bitte anhalten") verbunden mit einem Verlust der Antriebskraft des Fahrzeugs. "Das Fahrzeug rollt bis zum Stillstand aus, aber alle 12-Volt-Systeme, einschließlich der Servobremsen und der Servolenkung, bleiben funktionsfähig", betonte er.

Nachbearbeitung auch OTA

Abhilfe soll ein Software-Update schaffen, das sich der Ford-Kunde entweder kabellos "over the air" aufspielen lassen kann oder von einem Vertragsbetrieb bei einem Werkstatttermin. Die betroffenen Elektroautos stammen aus dem mexikanischen Montagewerk Cuautitlan und liefen dort zwischen 27. Mai 2020 und 24. Mai 2022 vom Band. Der globale Umfang des Aktionscodes "22S41" ist nicht bekannt. Allein in Nordamerika, wo der Rückruf schon länger bekannt ist, sind es über 56.000 Einheiten. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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