Foto: Bosch Automotive Aftermarket

Bosch PassThru-Lösung

Mit Shortcut zum Steuergeräte-Flash

Durch PassThru Solution 100 soll der schnellere Zugriff auf Service-Portale bei vier Herstellern gelingen. Bosch übernimmt Anmeldung und Installation für Freie.

Weil einige freie Werkstätten die Reprogrammierung der verbauten Steuergeräte (ECU) scheuen, schlägt Bosch Automotive Aftermarket eine Vereinfachung vor: Einer Mitteilung zufolge liegt der PassThru Solution 100 (PTS 100) eine unkomplizierte Verknüpfung mit den Hersteller-Server zugrunde. Damit gelingt auch der Software-Update für – in einem ersten Schritt –die besonders zulassungsstarken Marken Audi, BMW, Mercedes-Benz sowie Volkswagen. Die Erweiterung auf zusätzliche Fahrzeughersteller sei in Vorbereitung.

Die Dienstleistung vermarktet Bosch in zwei aufeinander aufbauenden Varianten: Der PTS 100 Basis-Service unterstützt hardwareseitig sowie bei der Installation und bei ECU-Aktualisierungen. Zusätzlich lässt sich der Experten-Service nutzen, erklärte Bosch. Mitarbeiter erhalten damit direkt bei der Arbeit am Fahrzeug Hilfe. Ferner ist ein Anwendertraining inbegriffen.

Die so genannte Komfortlösung PTS100 bewirbt der Anbieter als „bequemen Einstieg in das Thema Euro 5/6 PassThru“ und empfiehlt folgende Vorgehensweise: Nach der Bestellung beim Großhandel müssten Betriebe die von den Fahrzeugherstellern geforderten Unterlagen in einem ersten Schritt auf den Bosch-Server hochladen. Anschließend meldet der Werkstattausrüster die Servicebetriebe auf den Portalen an. Darüber hinaus sollten Werkstätten die Diagnosehardware (KTS und/ oder Diagnostic Control Unit DCU) einsenden. Bosch übernimmt den Angaben zufolge die eventuellen Installationen der Hersteller. Anschließend könnten sich Betriebe ohne IT-Kenntnisse und ohne großen Zeitverlust in den Service-Portalen anmelden und beispielsweise das Flashen der Steuergeräte durchführen.

Praxisbeispiel Lenkungstausch

Als Praxisbeispiel für den effizienten Einsatz des PTS 100 geben die Karlsruher Arbeiten an elektrischen Lenksystemen an: „Für einen solchen Lenkungstausch sind eine umfassende fahrzeugspezifische Inbetriebnahme sowie ein Softwareupdate erforderlich. Durch die Verwendung der PTS 100 erhält die Werkstatt einen schnellen Zugriff auf das Service-Portal des Fahrzeugherstellers und die dort hinterlegten Daten“, so Bosch. Austausch und Inbetriebnahme des Lenksystems würden für die freie Werkstatt erleichtert und der Reparaturzeitraum verkürzt.