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Daimler Truck-Partner müssen bei 6.300 Lkw der Marke Mercedes-Benz (u.a. den Arocs) die Fahrpedalsensorik überprüfen. 
Foto: Daimler Truck AG
Daimler Truck-Partner müssen bei 6.300 Lkw der Marke Mercedes-Benz (u.a. den Arocs) die Fahrpedalsensorik überprüfen. 

Rückruf

Mercedes-Lkw können liegen bleiben

Durch den möglichen Ausfall des Fahrpedalsensors besteht in über 6.300 Exemplaren des (E-) Actros, Arocs und Atego die Gefahr einer Unterbrechung der Gasannahme. Das Pedal muss überprüft und bei Bedarf erneuert werden.

Zwischen dem 20. Oktober 2021 und 15. Februar 2022 hat die Daimler Truck AG in 6.349 Lkw Fahrpedale verbaut, auf denen Dioden anstatt Transistoren auf der Platine verlötet sein könnten. Daher muss in Deutschland bei etwas über 2.000 Einheiten des Actros (Baumuster 963), Arocs (BM 964), Atego (BM 967) und E-Actros (BM 983) die Seriennummer auf dem Typschild des Fahrpedals überprüft und ggf. das Fahrpedal erneuert werden.

"Die Daimler Truck AG wird über ihre Mercedes-Benz Servicepartner die Kunden schriftlich über den Rückruf benachrichtigen", kündigte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage an. Ihren Worten zufolge dauert der Eingriff mit dem internen Aktionscode "F-PEDAL" maximal zwei Stunden. Nötig macht dies ein mögliches Liegenbleiben des Fahrzeugs.

Bei einem Auftreten von Spannungsspitzen könne die Diode im ungünstigsten Fall zerstört werden und deshalb der Fahrpedalsensor ausfallen. "Bei einem Ausfall des Fahrpedalsensors werden keine Signale mehr an das Steuergerät Fahrregelung gesendet, woraufhin keine Gasannahme mehr erfolgt und das Fahrzeug ausrollt", heißt es in einer Fehlermeldung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).

Der Tempomat sei bei einem Ausfall des Fahrpedals ebenfalls ohne Funktion und könne auch nicht erneut aktiviert werden. "Dies kann die Unfallgefahr, insbesondere für den nachfolgenden Verkehr, erhöhen", warnt das KBA. Die Funktion der Bremsen, Beleuchtung und Warnleuchten sei bei Schadenseintritt aber weiterhin gewährleistet. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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