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Mit vielen Kameras und Sensoren soll der Lkw fahrerlos werden.
Foto: MAN
Mit vielen Kameras und Sensoren soll der Lkw fahrerlos werden.

Automatisierung

MAN arbeitet am fahrerlosen Lkw

Das autonome Fahren soll den Fernverkehr entlasten und die Verkehrssicherheit erhöhen. MAN strebt den Realeinsatz von fahrerlosen Lkw im Hub-to-Hub Verkehr an.

MAN treibt die Entwicklung hin zum fahrerlosen Lkw weiter voran. Die Technologie hat das Potenzial, die Logistikbranche grundlegend zu verändern: Ein autonomer Lkw besitzt keine Lenkzeiten mehr, kann also theoretisch Tag und Nacht im Einsatz sein. Da Kollege Computer nie müde wird, kann die Technik Ermüdungs- und Auffahrunfälle reduzieren. Nicht zuletzt auf Grund des Fahrermangels bei gleichzeitig stetig steigendem Transportbedarf haben autonome Lkw viel Potenzial. Um die Entwicklung hin für den realen Logistikeinsatz zu beschleunigen, hat der MAN eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Spezialisten für automatisierte Fahrsysteme „Plus“ vereinbart. Diese Entwicklungspartnerschaft zum autonomen Fahren ist Teil einer größeren Kooperation zwischen dem MAN-Mutterkonzern Traton (Volkswagen-Konzern) und Plus, die auch weitere Marken der Gruppe wie Scania und Navistar umfasst.

 „Bei der anwendungsorientierten Entwicklung autonomer Lkw sind für MAN Projektpartnerschaften mit Logistikanwendern, Infrastrukturbetreibern, aber auch mit Technologiespezialisten von essenzieller Bedeutung. Mit Plus gewinnen wir einen ausgewiesenen Spezialisten für automatisierte Fahrsysteme in Nutzfahrzeuganwendungen als Partner. Ziel ist es, das fahrerlose Fahren verstärkt mit Praxisprojekten in konkrete Hub-to-Hub Logistikverkehre zu integrieren und damit die Serieneinführung autonomer Fahrsysteme zu beschleunigen“, sagt Lukas Walter, Head of Sales Truck bei MAN Truck & Bus SE.

MAN treibt das autonome Fahren seit vielen Jahren mit diversen Forschungs- und Entwicklungsprojekten voran. Von 2018 bis 2020 entwickelte und testete der Hersteller gemeinsam mit der Hamburger Hafen und Logistik AG einen fahrerlosen Lkw. Von 2019 bis 2023 stand im Projekt „ANITA“ die digitale Integration eines autonomen Lkw in den Logistikprozess des Containerumschlags von der Straße auf die Schiene im Fokus. Und seit 2022 arbeitet MAN mit zwölf Partnern aus Industrie, Wissenschaft, technischem Prüfwesen und Straßenbetrieb im Projekt „ATLAS-L4“ an der Entwicklung eines autonomen Lkw für den Einsatz in Autobahnverkehren zwischen Logistikhubs.

Gesetzliche Rahmenbedingungen sind gegeben

Das Projekt adressiert gezielt das 2021 in Deutschland verabschiedete Gesetz zum autonomen Fahren, das auf fest definierten Strecken und mit einer technischen Aufsicht fahrerloses Fahren bereits grundsätzlich erlaubt. Zum Projektabschluss sind Praxistestfahrten des Prototyps mit Sicherheitsfahrer auf der Autobahn geplant. Ab 2025 werden weitere Projekte in spezifischen Kundenverkehrsanwendungen die Entwicklung zur Serienanwendung vorantreiben.

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