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Bis Ende des Jahres will Mahle den Akkuservice aufwerten. Neben dem bereits erhältlichen Batterie-Scan sollen Werkstätten mit „E-Health“ und „E-Care“ noch mehr Services offenstehen.
Foto: Mahle
Bis Ende des Jahres will Mahle den Akkuservice aufwerten. Neben dem bereits erhältlichen Batterie-Scan sollen Werkstätten mit „E-Health“ und „E-Care“ noch mehr Services offenstehen.

Automechanika

Mahle beschleunigt Innovationstempo

Die messefreie Zeit nutzten die Stuttgarter offenbar intensiv: Mahle will Werkstätten zum Elektro-Check befähigen. Für Fahrzeugbatterien soll es bald „E-Health“- und „E-Care“-Funktionen geben.

In den Mittelpunkt des Automechanika-Auftritts rückt Mahle Aftermarket Gerätschaften für den Service an Elektrofahrzeugen, die Abgasuntersuchung sowie die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen. Ebenfalls im Messegepäck der Stuttgarter findet sich laut Ankündigung Filtrations- und Motorenteile für konventionelle und alternative Antriebe. Der Werkstattspezialist empfängt die Kfz-Branche auf zwei Ausstellungsflächen: Halle 9, Stand C01/C06/C16 sowie dem Freigelände F11/E 41.

Die BatteryPro Diagnose- und Servicelösungen für E-Fahrzeuge erlauben eigenem Bekunden zufolge die Funktionen „E-Scan“, „E-Health“ und „E-Care“. Bereits Ende März verkündete Mahle eine Erweiterung des Diagnosegeräts TechPro um Gesundheitschecks für Hochvolt-Akkus. Zum vorgestellten Batteriecheck „E-Scan“ sollen sich Ende 2022 die anderen beiden Funktionen gesellen, heißt es in der Mitteilung: „E-Health“ ermöglicht eine (Cloud-)Diagnose von Fahrzeugbatterien über den Ladestecker. Auf diese Weise lasse sich der Batteriezustand im Vergleich zu anderen erfassten Akkus gleichen Typs in der Flotte einordnen. Unter „E-Care“ verstehen die Stuttgarter ein Servicegerät zur Wartung der Kühlkreisläufe in Fahrzeugbatterien. Weil Fahrzeug- und Kühlmittelhersteller Wechselintervalle für die eingesetzten Kühlmittel vorschreiben, sieht Mahle Aftermarket hier Umsatzpotenzial für freie Werkstätten mit der richtigen Ausrüstung.

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Die veränderte Rechtslage im Blick: Mahle  unterstützt bei der ab 2023 geforderten Partikelzählung im Rahmen der Abgasuntersuchung: Neben der EmissionPro-Serie können Werkstätten auch die Einzellösung PMU 400 bestellen.
Foto: Mahle
Die veränderte Rechtslage im Blick: Mahle  unterstützt bei der ab 2023 geforderten Partikelzählung im Rahmen der Abgasuntersuchung: Neben der EmissionPro-Serie können Werkstätten auch die Einzellösung PMU 400 bestellen.

Das Innovationstempo des Zulieferers hat sich Olaf Henning zufolge weiter beschleunigt: „Besonders im Bereich Batteriediagnose platzieren wir uns mit unseren Lösungen weit vor dem Wettbewerb“, verkündet er als Mitglied der Mahle-Konzernleitung und Leiter des Geschäftsbereichs Aftermarket. Auch auf den Partikelzähler Mahle PMU 400 ist der Manager sicherlich stolz: Die Partikelmessung sei sowohl mit dem Einzelgerät als auch mit Lösungen der EmissionPro-Reihe durchführbar. Durch den Einsatz der Kondensationspartikelzählung sei das PMU 400 auch für zukünftige Gesetzesänderungen hinsichtlich verschärfter Messtoleranzen und verschiedener Motortypen gerüstet. In puncto Lieferschwierigkeiten gibt Mahle Entwarnung: Man habe vorgesorgt und sei, trotz der weltweit angespannten Halbleiterversorgung, lieferfähig.

Filtration für (fast) alle

Weitere Highlights des Messeauftritts sind das Mahle „TechPro Digital ADAS“ zur Kalibrierung von Fahrassistenzsystemen sowie die jüngsten Generationen der Klimaservice-Gerätereihe ACX und der Getriebeöl-Servicegerätereihe ATX. Die Weiterentwicklung des Digital ADAS 2.0 verkürze die Kalibrierungszeit und soll eine Kalibrierung innerhalb weniger Minuten ermöglichen. Darüber hinaus präsentiert der Ersatzteilspezialist ein „breites Portfolio an Filtern und Motorenteilen“, wie es heißt. Europaweit decke man heute bereits fast hundert Prozent aller Hybrid- und rund siebzig Prozent aller batterielektrischen Fahrzeuge mit Filterlösungen ab, so Mahle.

Halle 9, Stand C01/C06/C16 / Freigelände F11/E 41

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Automechanika

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    • Messen, Nutzfahrzeuge