Foto: Horst Bernhard

Nachhaltiges Reifengeschäft

Yokohama – Reifen im Mais-Mantel

Plastikvermeidung ist aktuell hoch im Kurs – das geht auch an der Reifenbranche nicht vorbei. Yokohama bietet Werkstätten und Handel daher nun Reifentüten auf Maisstärke-Basis an.

Eine herkömmliche Reifentüte bringt 40-50 Gramm auf die Waage – bei vier Reifen kommt der einzelne Endverbraucher auf 160-200g Plastikmüll, die im besten Fall im nächsten Jahr noch einmal wiederverwendet werden, und im schlechtesten Fall bereits auf dem Weg in den Keller entsorgt werden – wirklich vermeidbarer Abfall also.

Yokohama hat reagiert und gemeinsam mit der österreichischen Samoa GmbH eine 100% recyclingfähige Reifentüte entwickelt, die aus Maisstärke besteht. Technisch wäre es möglich gewesen, auch die abbaubaren Tüten im herkömmlichen weiß zu färben – auch biologisch abbaubar – dennoch entschied sich der Hersteller für die „natürliche“ Farbe, einen leichten Beigeton, um die Nachhaltigkeit auf den ersten Blick erkennbar zu machen.

Das Material, das für die Tüten zum Einsatz kommt, wird aus europäischer, genfreier Maisstärke gewonnen und mit dem „OK Compost“ Gütesiegel des TÜV-Austria für die Entsorgung zertifiziert. Die Bio-Reifentüten sollen laut Hersteller in Wochen komplett verrotten und in ihre biologischen, ungiftigen Bestandteile zersetzt sein. Dennoch kann auch diese Tüte mehrfach verwendet werden, vorausgesetzt der Lagerort ist nicht allzu feucht aber dunkel – dann halten die Tüten laut Yokohama mindestens zwei Jahre und können so bis zu vier Sätze Kunststofftüten oder fast ein Kilogramm Plastik ersetzen.