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Teilehandel

Im Westen viel Neues

Der Druck auf dem unabhängigen Teilemarkt ist groß. Jüngstes internationales Beispiel: Die französische Autodistribution übernimmt die Mehrheit an AD Bosch.

Der französische Teilehandel ist in Bewegung. Wie jüngst berichtet, tummeln sich die Serviceorganisationen der Hersteller PSA und Renault auf dem freien Teilemarkt: Der Mutterkonzern von Citroën und Peugeot engagiert sich über die Angebote Autobutler, Distrigo sowie Mister Auto, der Marktbegleiter aus Boulogne-Billancourt ist beim Teilehandelshaus Exadis eingestiegen.

Auch die Parts Holding Europe (PHE) vergrößert sich: Wie bekannt wurde, kauft der eigenen Angaben zufolge mit 350 Niederlassungen größte unabhängige französische Teilehändler Autodistribution, eine PHE-Tochtergesellschaft, die ebenfalls zur AD International (ADI) zählende AD Bosch. Der Übernahmekandidat ist Teil der in Spanien, Portugal und dem Pyrenäenstaat Andorra beheimateten Handelskooperation AD Parts. Gemäß Mitteilung gründete Josep Bosch Sayols AD Bosch im Jahr 1970. Das Unternehmen ist insbesondere in Katalonien zu finden und umfasst 27 Standorte.

Ein Ende des Wachstums von Autodistribution scheint nicht in Sicht: Im Jahr 2016 verleibte sich die PHE-Tochter Doyen ein. Ein Jahr später erblickte Autodistribution Benelux das Licht der Welt. 2018 kam mit Geevers der laut AD International-Newsletter größte Karosserieteile-Lieferant in Belgien dazu.

Zum Hintergrund: ADI zählt in Deutschland u.a. Carat und in Österreich Birner zu seinen Mitgliedern. Carat-Chef Thomas Vollmar ist der amtierende ADI-Präsident.