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Konzern stellt sich neu auf

Drei Säulen für Conti

Konzernumbau für die Zukunft: Continental firmiert Geschäftbereiche neu, zentralisiert die Entwicklung und will seinen Umsatz deutlich steigern.

Mit den nach eigenen Angaben "größten organisatorischen Umbauten der Unternehmensgeschichte" will sich Continental fit für die Zukunft machen; das Kerngeschäft soll ab 2020 auf drei Säulen ruhen. Die bisherigen Bereiche "Chassis amp; Safety" sowie "Interior" sollen in zwei neuen Geschäftsfeldern aufgehen und dann "Driving Technologies" und "Vehicle Networking Technologies" heißen.

Die Unternehmensteile Reifen (zukünfig "Tire Technologies") und Contitech will man unverändert bestehen lassen. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender am Mittwoch in Hannover: "Heute ist ein historischer Tag für Continental. Wir starten voll durch in die Zukunft der Mobilität. Unsere große Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit sind herausragende Wettbewerbsvorteile, die wir jetzt voll ausspielen. Denn unsere Neuaufstellung ermöglicht uns höchstmögliche Flexibilität und Agilität. Im erfolgreichen Werte- und Wertverbund Continental wachsen wir an den Anforderungen und bleiben dauerhaft wettbewerbsfähig. Er fördert weitere, wegweisende und innovative Spitzenleistungen. Wir eröffnen mit ihm neue, erfolgversprechende Perspektiven für unsere Kunden, Mitarbeiter, Investoren und allen anderen Bezugsgruppen ."

Wichtiges Element des Umbaus soll der Aufbau einer zentralen Forschungs- und Entwicklungsabteilung "Automotive" sein. In diesem Bereich will Conti die Entwicklungsfunktionen der heutigen Bereiche Interior und Chassis amp; Safety zusammenfassen. Hier sollen 12.000 bis 15.000 Ingenieure für Soft- und Hardware dann ein gemeinsames "Kraftzentrum" für die Vor- und Anwendungsentwicklung bilden. Unter dem Strich möchte Conti mit diesem Umbau auf die absehbaren Veränderungen im Antriebsstrang und die sich rasant wandelnden politischen Rahmenbedingungen für Verkehr und Mobilität reagieren. Die Zukunft sehen die Hannoveraner rosig: Im neuen Automotive-Geschäft (d.h. ohne Powertrain) rechnet Continental mit einer Umsatzsteigerung von rund 19 Milliarden (2017) auf etwa 30 Milliarden Euro im Jahr 2023.

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