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Die Arbeit an Elektrofahrzeugen wird zunehmend zur Normalität in freien Kfz-Werkstätten. 
Foto: Kfz-Innung München-Oberbayern
Die Arbeit an Elektrofahrzeugen wird zunehmend zur Normalität in freien Kfz-Werkstätten. 

Umfrage zur E-Mobilität

Im Freien Markt angekommen

Zum zweiten Mal hat die Initiative „Qualität ist Mehrwert“ eine große Werkstatt-Umfrage zur Elektromobilität durchgeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und können kostenlos in einem Whitepaper heruntergeladen werden.

Bereits 2019 hatte die Initiative Qualität ist Mehrwert freie Kfz-Werkstätten zum Thema Elektromobilität befragt und ein Stimmungsbild der Branche eingefangen. Die erneute Umfrage 2022 gibt jetzt Auskunft darüber, was sich in den letzten drei Jahren getan hat: Wie hat sich das Reparatur- und Wartungsaufkommen von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen entwickelt und wie sehen Freie Werkstätten diesen Bereich? Bei der Online-Umfrage, die von 11. April bis Ende Mai 2022 durchgeführt wurde, haben insgesamt 509 überwiegend freie Kfz-Werkstätten teilgenommen.

Antrieb der Zukunft?

Bei der Frage, welcher Antrieb sich in Zukunft durchsetzen werde, stimmten im Jahr 2019 noch 54 % für den Hybrid-Antrieb und 27 % für den Elektro-Antrieb. Nur 18 % sahen den Verbrennungsmotor vorne. In der aktuellen Umfrage von 2022 hat sich das Blatt gewendet: 33,1 % stimmen für den Verbrennungsmotor inklusive alternativer Kraftstoffe, 25,3 % für batteriebetriebene Elektro-Fahrzeuge, 29,1 % sehen die Zukunft in der Brennstoffzelle und nur noch 12,6 % stimmen für den Hybrid-Antrieb. Nach wie vor fahren nach Angabe der Befragten durchschnittlich 84 % der Kunden mit Verbrennungsmotor, die verbleibenden 16 % teilen sich auf andere Antriebe auf.

Wie die Umfrage zeigt, ist die Branche geteilt: Rund 60 % der befragten Werkstätten geben an, qualifiziert für die Reparatur von Elektrofahrzeugen zu sein und verfügen über die nötige Ausstattung. Die Auswirkungen der Elektromobilität auf die Betriebe werden unterschiedlich eingeschätzt: 66 % der teilnehmenden Werkstätten befürchten eine sinkende Arbeitsauslastung durch die Elektromobilität; 31 % der Befragten erhoffen sich dagegen zusätzliche Ertragschancen. 2019 gaben das nur 7 % der Teilnehmer an.

Investitionen geplant

Das Thema Elektromobilität bleibt auch in der Zukunft hoch relevant für die Branche: 43 % der befragten Werkstätten planen weitere Investitionen bereits in den nächsten zwölf Monaten. Weitere 21 % geben an, in den nächsten drei bis fünf Jahren investieren zu wollen. Trotz der positiven Entwicklung ist der Informations- und Unterstützungsbedarf bei Werkstätten im Bereich Elektromobilität weiterhin hoch, etwa bei den Themen Versicherungen, Entsorgungsmöglichkeiten oder Förderprogrammen.

Alle Ergebnisse der Werkstattumfrage stellt die Initiative Qualität ist Mehrwert in einem Whitepaper kostenlos zum Herunterladen bereit.

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