Image
huf-kick-sensor-web.jpeg
Foto: Huf Group
Seit 2011 bietet die Huf-Gruppe kontaktlose Zugangssysteme an.

Kick-Sensor 3.0

Huf: Neue Formen des Zugangs

Die Huf-Gruppe bleibt in Bewegung: 2019 war der Bereich RDKS ausgelagert worden. Jetzt hat der Vernetzungsspezialist einen neuen Kick-Sensor am Start.

Huf vermarktet seit 2011 den sogenannten "Kick-Sensor". Die Technologie, bei der Nutzer den Kofferraum öffnen können, ohne die Hände zu gebrauchen, fand sich zuerst im Oberklassesegment und bei Fahrzeugen des VW-Konzerns. Den Angaben des Zulieferers zufolge gehören heute auch Toyota, PSA, General Motors sowie die chinesischen Fahrzeughersteller BYD und Dongfeng zum Kundenkreis. Laut aktueller Mitteilung vermarktet das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mittlerweile die dritte Generation des Zugangssystems.

Trends wie Elektromobilität sowie Digitalisierung bringen auch für den Kick-Sensor neue Herausforderungen mit sich. Eine Vielzahl an Sensoren können die Zuverlässigkeit der Komponenten beeinflussen, hieß es. "Nicht nur aus diesem Grund haben wir den Kick-Sensor grundlegend überarbeitet", erklärte Produkt-Manager Steffen Leib. Der Kick-Sensor 3.0 übertreffe beispielsweise die Herstellervorgaben für elektromagnetische Verträglichkeit um den Faktor zwei.

Zudem verbessert sich der Werkstatt-Service: Software-Updates lassen sich unkompliziert über den Fahrzeug-Diagnosestecker einspielen. Auch soll die dritte Generation in 95 Prozent aller aktuellen Fahrzeugmodelle ohne eine individuelle Parameteranpassung funktionieren. Aufgrund einer kompakteren Bauweise findet das System neben den Heck auch in Seitenschwellern Platz und ermöglicht laut Anbieter die Öffnung elektrischer Seitenschiebetüren per Fußbewegung. In welchem Paket oder ab welcher Ausstattungsvariante das System verbaut sei, unterscheide sich von Hersteller zu Hersteller aber auch von Fahrzeug zu Fahrzeug, hieß es auf amz-Anfrage.

Image
huf-kicksensor-closeup-web.jpeg
Foto: Huf Group
Neben dem Kick-Sensor 3.0 im Bild liefert die Huf-Gruppe weitere mechanische, mechatronische oder auch digitale Zugangstechnologien an die Autobauer.

Nachrüstung bzw. Erstausrüstung

Eine Nachrüstung ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen: "Wir vertreiben den Kicksensor nur über die Automobilhersteller für die Erstausrüstung. Ausgenommen von Unfällen, in denen ein Ersatz vorgenommen wird: Wenn überhaupt eine Nachrüstung in Frage kommt, ist dies generell nur in einer Vertragswerkstatt des OEM möglich", hieß es von Seiten der Huf-Gruppe. Das Unternehmen hat sich einen Namen als Anbieter von Lösungen für Fahrzeugzugang und -autorisierung gemacht: Das Angebot reicht von mechanischen Systemen wie Schließgarnituren über mechatronische Lösungen, die in Funkschlüssel, Türgriffen oder an anderen Stellen des Fahrzeugs integriert werden, bis zu digitalen Schlüsseln zur Nutzung des Mobiltelefons als Türöffner. Bei letztgenannten "Digital Keys" spielen in Bezug auf die Erstausrüstung "Phone as a Key"-Systeme sowie die nachrüstbare und insbesondere für das Flottengeschäft interessante "Six-Sense"-Lösung eine Rolle.

Auch im Falle einer Schlüsselreparatur unterstützt Huf-Aftersales die Serviceorganisationen der Hersteller: Wenn ein Schlüssel verloren geht oder ein anderes Huf-Produkt unfallbedingt beschädigt wird, so stehe Automobilherstellern ein 24 Stunden-Service in den Huf OES-Centern in Mexiko, Shanghai und am Unternehmenssitz in Velbert zur Verfügung, hieß es.

Neue Struktur

Mit Huf verbindet die Branche auch das Thema Reifendruckkontrollsysteme. Die Lösungen der Marke "IntelliSens" wurden 2019 ausgelagert und seither vom Joint Venture BHSens entwickelt, produziert und vertrieben (in Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Baolong). Dieses Outsourcing ist Teil eines bis 2022 ausgelegten Transformationsprogramms. Man habe bereits umfassend Strukturen, Prozesse und das weltweite Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk optimiert, erklärte ein Unternehmenssprecher: "Obwohl Huf nicht so massiv wie andere Zulieferer von der technologischen Disruption in der Automobilindustrie betroffen ist – unabhängig vom Antrieb ist ein sicherer, komfortabler Zugang zum Fahrzeug unerlässlich – werden konsequent weitere Verbesserungspotenziale erschlossen." Dank dieser frühzeitig eingeleiteten Restrukturierung sowie zusätzlicher Maßnahmen seit Beginn der Covid-19-Pandemie habe die Unternehmensgruppe die Krise gut gemeistert.

Image
man-digital-services.jpeg

Telematik

MAN: Serviceupdate per Funk

Der Truck-Hersteller nutzt die Rio-Telematik für so genannte Over-the-Air-Updates. Die Vernetzungslösung "MAN Now" startet mit zusätzlichen Navigationsinformationen.

Teilegroßhandel

Carat-Projekt Mecanto läuft an

Die Gesellschafterversammlung der Carat-Gruppe hat den Start der Vernetzungsplattform „Mecanto“ beschlossen. Für die Einkaufskooperation stellt Mecanto einen wichtigen Baustein ihrer Digitalisierungsstrategie dar.

    • Teilegroßhandel
Image

ASA-Livestream

Maha programmiert Baustein zur digitalen Werkstatt

Mit dem Connect Cube V3 wächst das Digitalisierungsangebot der Haldenwanger um ein Vernetzungstool. So lassen sich ASA-Livestream-fähige Geräte in die Werkstatt 4.0 einbinden.

    • Software, Hardware, Werkstatt-Ausrüstung
Image

Autopromotec 2019

Die Zukunft der Werkstätten

Die Autopromotec 2019 bietet neben vielen Neuheiten auch einen Einblick in die Zukunft der Instandhaltung und Reparatur. Das Projekt „Officina X.0“ beleuchtet den Markt der Autoreparaturen hinsichtlich der wachsenden Digitalisierung und Vernetzung.

    • Messen