Foto: Sauer

Plaste schmelzen

Heißer Wind aus der Kiste

Neues Gerät zur Kunststoff-Reparatur: Unter der Marke Sauer bringt SW-Stahl einen Heißluftfön für die Reparatur von Thermoplasten.

Stoßfänger, Lampenhalter oder Kühlergrills sind nur selten völlig zerstört und müssen komplett ausgetauscht werden. Vielmehr ist oft lediglich eine Haltelasche abgebrochen oder eine Bohrung eingerissen - hier lohnt sich die Kunststoff-Reparatur für Kunden und Werkstatt gleichermaßen. Oft spart die Reparatur obendrein den Gang zum Lackierer, wenn nur Bauteile "hinter den Kulissen" kaputt sind.

Das Reparatur-Prinzip ist simpel: Im Gegensatz zu Duroplasten schmelzen thermoplastische Kunststoffe unter Wärmeeinwirkung und lassen sich dann wieder neu verbinden. Für eine saubere Reparatur will die Schadenstelle ähnlich wie bei einer Metall-Schweißnaht vorbereitet werden. Sie muss also angefast, ausgebohrt und frei von Lack und Fett sein. Im Anschluss daran lässt sich der Kunststoff aufschmelzen. Das geschieht bei sehr kleinen Schadens-Stellen mit heißen Klammern oder direkt mit einem Lötkolben. Um die nötige Wärme in einen größeren Bereich einzuleiten, existieren Heißluftföns - spezielle Luftdüsen dirigieren den Luftstrom auf die Reparaturstelle oder erhitzen auch gleich eine speziellen Bügel-Schuh, der auch das Füllmaterial in die Schweißnaht leitet.

Sauer PW 320

Sauer PW 320

Das Grundgert beherbergt Membranpumpe, Steuerung und das Display. Mensprache ist Englisch.Foto: Sauer

Das neue Heißluftgerät von Sauer besteht aus Grundgerät, Schlauchpaket und Handstück. Die Luft wird von einer im Gerät verbauten Membranluftpumpe durch durch das knapp 1,2 Meter lange Schlauchpaket geliefert und erst im Handstück elektrisch erhitzt. Mit einer Anschlussleistung von 320 Watt liefert das "Sauer PW 320" dann maximal 24 Liter Luft pro Minute bei bis zu 500 °C. Luftmenge und -temperatur lassen sich dabei stufenlos regulieren; die Temperatur-Untergrenze liegt laut Datenblatt bei 150 °C. Das Gerät regelt die an einem Display angezeigte Temperatur selbsttätig nach - hierfür ist im Handstück ein Thermofühler eingebaut.

Das Gerät ist ab sofort im Handel erhältlich. Mit im Karton liegen eine zusätzliche Luftdüse, Eine Andruckrolle für den geschmolzenen Kunststoff und ein Dreikantschaber. (jem)

Foto: Trainmobil

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