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Foto: Hellmut Springer GmbH & Co. KG
  

Teilegroßhandel

Genau wissen, wann was kommt

Mit einem neuen IT-System informiert der norddeutsche Teilehändler Springer seine Kunden ab sofort darüber, wann genau bestellte Teile geliefert werden. Die Werkstätten könnten damit ihre Abläufe deutlich besser planen.

In der Warenlogistik sind drei Faktoren entscheidend: Verfügbarkeit, Preis und Lieferdauer. Ein wesentlicher Punkt ist darüber hinaus die Planbarkeit von Lieferungen. Denn die Information darüber, wann genau die bestellten Ersatz- und Verschleißteile gebracht werden, ist eine wichtige Voraussetzung für saubere und effiziente Arbeitsabläufe in der Werkstatt. Die Hellmut Springer GmbH &. Co. KG, Kfz-Teilehändler mit Hauptsitz in Stuhr/Brinkum bei Bremen, hat jetzt eine eigene Lösung dafür entwickelt: Das „Springer-Information-Bestell-System“, kurz SIBS, hält mit dem neuen Tool „SIBS.Logistik“ die Kundschaft stets auf dem Laufenden über den aktuellen Status der Ersatzteilbestellung. Die prognostizierte Ankunftszeit kann jederzeit abgerufen werden. Nach einer ausführlichen Testphase ist das neue System ab sofort für alle Kunden verfügbar.

„Ersatzteile kaufen kann man praktisch überall. SIBS ist daher für uns ein weiterer Baustein, uns in einem hart umkämpften Markt mit einem guten Service vom Wettbewerb abzugrenzen. Allein über den Preis ist das nicht möglich“, erklärt André Fütterer, der bei Springer als Prokurist für den Kfz-Teilehandel verantwortlich ist. Das neue System versorgt den Kunden jederzeit mit Informationen über seine gesamten offenen Bestellungen. Die Aktualisierung der Daten erfolgt rund um die Uhr im Zweiminutentakt. Die konkrete Benennung der Lieferzeit erfolgt für die Touren des jeweiligen Tages sowie des Folgetages. Sollte sich die Lieferung verzögern, etwa weil ein Teil aktuell nicht verfügbar ist, wird auch darüber informiert. „Mit diesem Service wollen wir unseren Kunden bei der Optimierung ihrer Werkstattabläufe helfen“, erläutert Fütterer die Intention des Teilehändlers.

Lückenlose digitale Erfassung

Technische Voraussetzung für das Infosystem ist eine exakte und lückenlose digitale Erfassung und Zuordnung der Ersatz-und Verschleißteile in der gesamten Logistikkette. „Wir scannen jede einzelne Warenbewegung“, unterstreicht Marco Krause, der bei Springer Autoteile für die IT verantwortlich ist. Krause hat mit seinem Team das IT-Projekt in Eigenregie realisiert. Drei hauseigene Entwickler haben ein Jahr lang daran gearbeitet. „Wenn man die übersichtlich gehaltene Oberfläche des Systems auf seinem Bildschirm sieht, mag man kaum glauben, welcher Aufwand dahinter steckt“, so Krause.

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Foto: Hellmut Springer GmbH & Co. KG Eine lückenlose Erfassung jeder Teilebewegung ist die Voraussetzung für eine exakte Terminierung der Lieferung. 

Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Obwohl die Lieferfahrzeuge der insgesamt 12 Unternehmensstandorte in Bremen und Niedersachsen – zumindest bislang – nicht mit GPS-Systemen ausgestattet sind, lässt sich mit SIBS die Ankunftszeit mit einer Abweichung von lediglich plus/minus fünf Minuten vorhersagen.

Selbst entwickelt

Der norddeutsche Teilehändler, dessen Marktgebiet sich im Westen bis nach Ostfriesland im Osten bis vor die Tore Hamburgs erstreckt, hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen damit gesammelt, seine IT-Lösungen passgenau selbst zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist das hauseigene Mapping-Tool, welches seit Ende 2019 zur Routenoptimierung bei der Belieferung der aktuell rund 1.200 Kunden eingesetzt wird. „Das Mapping-System gibt uns einen genauen Überblick über die logistische Kette. Diese Informationen zu verfeinern und jetzt auch unseren Kunden zur Verfügung zu stellen, war die logische Weiterentwicklung“, erläutert IT-Leiter Krause.

Zu den weiteren Aufgaben der IT-Abteilung von Springer Autoteile gehört es, den Kunden Softwarelösungen zur Verfügung zu stellen und diese beim gesamten digitalen Ablauf ihres Tagesgeschäftes zu unterstützen. Über eine Hotline wird den Kunden bei IT-Problemen sofortige Hilfe angeboten, auch per Fernwartung. Bei Bedarf werden digital oder vor Ort Schulungen durchgeführt und Installationen vorgenommen.

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