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Foto: TMD Friction

TMD Friction

Für jeden Autofahrer die richtigen Ersatzteile

Bremsbelagspezialist TMD Friction erweitert sein Portfolio um die neue Marke Bendix, die zukünftig neben den etablierten Marken Textar, Mintex, Don, Nisshinbo und Cobreq verfügbar sein wird. Clément de Valon und Sören Kristensen erläutern im amz-Interview die Strategie.

Die Bremsbelagmarken von TMD Friction werden in sehr unterschiedlichen Segmenten und den Regionen eingesetzt. Damit verfügt der Zulieferer nach eigenen Angaben über das breiteste Markenportfolio in diesem speziellen Produktbereich und einer der größten Fuhrparkabdeckungen in Europa. Die Hintergründe für diese Mehrmarkenstrategie und den Neuzugang im Portfolio verraten Clément de Valon, Executive Vice President Independent Aftermarket bei TMD Friction, und Sören Kristensen, Vice President Global Marketing, Communication and Brand Strategy bei TMD Friction, in diesem Interview.

Clément de Valon, TMD Friction bietet seine Produkte unter verschiedenen Markennamen an. Was ist der Hintergrund?

Clément de Valon: Es ist unser erklärtes Ziel, allen Autofahrern auf der Welt das passende Ersatzteil zu bieten – unabhängig davon, wo auf der Welt sie leben, welches Fahrzeug sie besitzen und was ihr Budget erlaubt. Unsere Aufgabe ist es daher, eine Strategie zu entwickeln, wie wir all diesen sehr unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden können und jeden mit dem passenden Produkt bedienen können. Da liegt es auf der Hand, dass wir Marken schaffen, die konkret auf bestimmte Regionen, Fahrzeugsegmente und Preisklassen abgestimmt sind. Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass Qualität und Sicherheit für uns in jedem Preissegment Priorität haben.

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Foto: TMD Friction Clément de Valon, Executive Vice President Independent Aftermarket bei TMD Friction.

Sören Kristensen, Fuhrparkabdeckung ist also das große Stichwort hinter Ihrer „Markenstrategie 2025“. Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten Jahren auf sich zukommen?

Sören Kristensen: Autofahrer auf der ganzen Welt haben unterschiedliche Anforderungen, die auf Faktoren wie lokaler Gesetzgebung, Infrastruktur, Fahrzeugpräferenzen oder auch dem Klima beruhen. Während in Nordamerika beispielsweise die Reduzierung des Bremsstaubs im Fokus steht, ist Südamerika ein deutlich preissensiblerer Markt. In Europa wiederum wird am meisten Wert auf die Performance gelegt und in Asien ist es ganz durchmischt: In manchen Ländern hat der Preis Priorität, in anderen das Thema Komfort. In Europa haben wir aktuell bereits die größte Fahrzeugabdeckung aller Bremsbelaganbieter, in anderen Regionen arbeiten wir noch daran. Aber nicht nur die regionalen Unterschiede werden immer größer, auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weltweit werden eine immense Rolle spielen.

Mit welchen Konsequenzen rechnen Sie da konkret?

Clément de Valon: Die Corona-Krise wird die bereits angelaufene Konsolidierung der Distribution im europäischen Aftermarket weiter befeuern. Wir müssen auch zukünftig flexibel sein und uns diesem Wandel laufend anpassen. Aber auch die veränderte Lebensweise der Menschen wird Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Wie viele Kilometer werden zukünftig im Schnitt jährlich zurückgelegt, wenn vielleicht viel mehr Menschen von zu Hause arbeiten, weniger in den Urlaub fliegen und grundsätzlich ihr Mobilitätsverhalten ändern? Wird dies einen messbaren Einfluss auf unsere Austauschquoten von Bremsbelägen haben? All das können wir heute noch nicht mit Sicherheit sagen. Es bleibt also spannend.

Sören Kristensen: Die Corona-Krise hat uns in jedem Fall eines gezeigt: Eine kontinuierliche Produktverfügbarkeit ist das wichtigste Kriterium für die Werkstätten. Natürlich sind Qualität und Preis auch wichtig, doch was nützt ein sehr gutes, erschwingliches Ersatzteil, wenn es nicht lieferbar ist? Wir können nach dem ersten Krisenjahr sogar ein positives Fazit ziehen: Unser Schlüssel zum Erfolg war, dass wir durchgehend lieferfähig waren. Wir waren stets am Puls und haben sehr schnell eventuelle Probleme in unserer Lieferkette absehen können. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern haben wir bewusst Kapazitäten ausgebaut und nicht gekürzt.

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Foto: TMD Friction Vice President Global Marketing, Communication and Brand Strategy bei TMD Friction.

Welchen Effekt hat das Thema Elektrifizierung von Fahrzeugen auf Ihre Strategie?

Clément de Valon:  Alternative Antriebstechnologien haben keinen Einfluss auf unsere Strategie, denn unser Ansatz beruht auf Leistung und wir wollen immer die beste Lösung für jedes einzelne Fahrzeug anbieten. Unsere Ingenieure arbeiten sehr eng mit den Fahrzeugherstellern zusammen, um auch Bremsbeläge für Modelle zu entwickeln, die erst zukünftig auf den Markt kommen werden. Die Bremssysteme werden sich weiterentwickeln, sobald auch andere Technologien der Elektrifizierung weiter ausgereift sind. Da der Fahrer oder die Fahrerin aufgrund der starken Selbstbremswirkung des E-Motors viel seltener aktiv bremst und die Bremsbeläge damit weniger beansprucht werden, verändern sich die Spezifikationen beispielsweise in Bezug auf das Gewicht oder die Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Veränderungen. Unsere Strategie bleibt jedoch gleich: Wir wollen immer die beste Lösung liefern, um Fahrzeuge effektiv zu bremsen. Wir wissen bereits, dass die zunehmende Durchdringung des weltweiten Fuhrparks mit Elektroautos dazu führen wird, dass Bremsbeläge weniger häufig ausgetauscht werden müssen. Daher haben wir das Thema Elektromobilität schon lange auf unserer Agenda und führen regelmäßig aufwändige Forschungs- und Testverfahren durch, um unsere Beläge für die Anwendung in Elektro- oder Hybridfahrzeugen stetig zu optimieren.

Mit Bendix nehmen Sie 2021 noch eine weitere Marke für den EMEA-Raum in Ihr Portfolio auf. Warum noch ein Neuzugang?

Clément de Valon: Bendix ist eine Marke mit langer Tradition im europäischen Ersatzteilmarkt und wir sind stolz, dass wir die Gelegenheit bekommen haben, Bendix weiterzuentwickeln. Wir haben unser Entwicklungs- und Fertigungs-Know-how genutzt, um Bendix zu einer wahren Premiummarke für unsere Kunden zu machen.

Sören Kristensen: Bendix ist eine gute Ergänzung zu unserem Markenportfolio, denn es öffnet uns neue Türen und Möglichkeiten in manchen Regionen und auch Vertriebskanälen, in denen wir aufgrund der jeweiligen Marktgegebenheiten Alternativen zu den bisher vertretenen Marken anbieten müssen. Als Premiummarke für Pkw-Bremskomponenten ist Bendix direkt unter unserem Textar-Portfolio angesiedelt.  Daher ist Bendix vor allem für qualitätsbewusste Werkstätten interessant, die sich auf Mittel- und Oberklassefahrzeuge fokussieren.

Wie haben Sie Bendix weiterentwickelt?

Sören Kristensen: Wir haben unser ganzes Entwicklungs-Know-how und unsere Expertise in der Erstausrüstung in die Produkte einfließen lassen und die Marke so einer regelrechten Verjüngungskur unterzogen. Sie ist auf dem neuesten Stand der Technologie und erfüllt alle Anforderungen, die an moderne Premium-Bremsbeläge gestellt werden. Daher nutzen wir auch den Slogan „Bendix just got better“, um die Werkstätten darauf aufmerksam zu machen, dass wir auch wirklich etwas verändert haben und nicht einfach das gleiche Produkt unter einer anderen Marke anbieten.

Clément de Valon: Wir wollen die Distributoren und Werkstätten dahingehend aufklären und haben, wie bereits bei Textar, ein hochwertiges Marketing- und Serviceprogramm rund um die Marke aufgesetzt. Dazu gehört selbstverständlich auch unser Onlinekatalog Brakebook sowie Zugang zu unserem Support und den technischen Schulungen.  Das gesamte TMD Friction Team verspürt eine große Leidenschaft für die Marke und  wir sind sicher, dass Bendix unser Portfolio perfekt ergänzt.

Foto: ZF Aftermarket

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