News 07.09.2018

Friss Staub!

Zur Feinstaubbelastung in Großstädten tragen nicht nur Dieselabgase bei, sondern auch der Abrieb von Bremsbelägen. Mann+Hummel forscht schon seit Längerem an einem Bremsstaubpartikelfilter. Nun sind die ersten Erprobungen erfolgreich absolviert.

Der Bremsstaubpartikelfilter von Mann+Hummel soll den Bremsstaubausstoß von Fahrzeugen deutlich reduzieren, so dass weniger Bremsstaubpartikel in die Umwelt gelangen – so lautet der Plan. Der Filter ist, so verspricht es der Hersteller, an bestehende Bauräume im Bereich der Scheibenbremse anpassbar. Bei allen Antriebsarten – vom E-Fahrzeug über das Hybridfahrzeug bis hin zum klassischen Benzin- und Dieselfahrzeug – soll der Bremsstaubpartikelfilter zum Einsatz kommen können.

 - Der Mann+Hummel Bremspartikelfilter
Der Mann+Hummel Bremspartikelfilter
Mann+Hummel GmbH

Für ausgiebige Testreihen hat Mann+Hummel eigens ein Projekt mit dem sinnigen Namen „Feinstaubfresser“ ins Leben gerufen. Zu den Tests gehörte unter anderem eine im Windkanal simulierte Großglockner-Abfahrt mit dem Ziel, wenigstens 80% der von den Bremsen emittierten Partikel aufzufangen. Nachdem diese dem Vernehmen nach erfolgreich verlaufen sind, will Mann+Hummel die neue Technik auf der automechanika und auch auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentieren.

Die Entwickler gehen derzeit davon aus, dass die Staubfresser nicht häufiger gewartet werden müssen als die Bremsbeläge selbst und dass ein Produktgewicht von weniger als 500 Gramm erreichbar ist. Dadurch dass der Partikelfilter unmittelbar hinter den Bremssätteln sitzt, soll er den Bremsstaub direkt an der Quelle aufnehmen. Der Filter besteht aus einem temperatur- und korrosionsbeständigen Material, das die verschiedenen Partikelgrößen effizient filtern soll. Günstiger Nebeneffekt: Die Alufelgen sauen weniger ein. Davon abgesehen befindet sich dann an der Bremse ein weiteres Gehäuse, das man farbig durchstylen kann.

Vor kurzem hat nun eine mehrmonatige Erprobung nach den Serienanforderungen der Fahrzeughersteller und in Zusammenarbeit mit einem Bremsenhersteller begonnen.

Weitere Informationen gibt es unter www.feinstaubfresser.de.