Foto: FSS

Alternative Löschmittel

Feuerlösch-Fackel

Feuer in der Werkstatt bedeutet Alarmstufe rot. Aber selbst nach "Feuer aus" bleibt die Sauerei - in Form von Löschwasser oder Pulver, das in alle Ecken und Ritzen gekrochen ist. Eine italienische Wunderfackel verspricht Abhilfe.

Weil Feuer eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben darstellt, sind Berufsgenossenschaften in ihren Mindestvorschriften für Kfz-Werkstätten nicht zimperlich: So gehören ABC-Pulverlöscher in der 12-kg-Variante zur Grundausstattung; typischerweise sollen mindestens 3 dieser Löscher im Werkstattbereich hängen und müssen regelmäßig gewartet werden.

Wer aber jemals zwei oder drei Pulverlöscher in ein brennendes Fahrzeug drücken musste, kennt das Bild der Verwüstung, wenn 30 Kilo Löschpulver in der Werkstatt verteilt sind: Das Aufräumen gestaltet sich aufwändiger als die Beseitigung der Brandschäden, weil das Löschpulver in jeder Ritze der Werkstatt steckt. Noch schlimmer, wenn gar die Feuerwehr Werkstattbereich und Keller mit Löschwasser und Schaum geflutet hat.

Eine in Italien gefertigte Neuheit verspricht Abhilfe und bietet einen völlig anderen Lösch-Ansatz: Der "FSS"-Lösch-Stab besteht aus einem zylinderförmigen Reaktor mit Handgriff, in dem nach der "Zündung" eine chemische Reaktion abläuft. So treten nach wenigen Sekunden aus der Spitze Stickstoff und Kaliumverbindungen als ultrafeine Partikel aus und löschen Brände fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe.

Kaliumnitrat stellt den Hauptwirkstoff dieser Feuerlösch-Fackel dar, wobei freie Kaliumradikale K+ den Luftsauerstoff binden sollen. Der Hersteller verspricht damit nicht nur eine hervorragende Löschwirkung, sondern auch das Fehlen von Staub, Schaum und Dreck. Minimale Rückstände seien ungefährlich für Mensch und Umwelt.

Der Importeur bietet die Lösch-Stäbe mit einer Brenndauer von 25, 50 und 100 Sekunden an. Sie müssen im Gegensatz zu herkömmlichen Pulverlöschern nicht gewartet werden. Allerdings sind sie als offizielles Brandbekämpfungsmittel nicht zugelassen und ersetzen deswegen die vorgeschriebenen Pulverlöscher nicht. Erste Videos zeigen die Wirkung jedoch auf eindrucksvolle Weise. (jem)

Foto: Dekra

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